Das Gefühl des Vermissens: Wer oder was wird am meisten vermisst?

Welche Strategien helfen uns, mit dem Vermissen von geliebten Menschen und Gemeinschaften umzugehen?

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Im Laufe des Lebens ist es unvermeidlich, dass wir uns manchmal in einer emotionalen Achterbahnfahrt befinden – insbesondere durch das Gefühl des Vermissens. Was ebendies empfinden wir, wenn jemand oder etwas uns fehlt? Die Psychologie zeigt – dass dieser Zustand tiefgehende psychologische und soziale Dimensionen hat. Was uns betrifft sind es überwiegend geliebte Menschen die nicht weiterhin bei uns sind die uns schmerzlich fehlen.

Das Vermissen von Angehörigen » die verstorben sind « ist oft von tiefster Trauer begleitet. Da sind die Eltern – die nie wieder um Rat gefragt werden können. Geschwister die immer an unserer Seite sein sollten? Der Raum » den sie hinterlassen haben « ist oft schmerzhaft spürbar. Eine zentrale Studie die das Trauerverhalten untersucht hat, zeigt, dass mehr als 70 % der betroffenen Personen in ihrer Trauer Unterstützung durch Fachleute oder Freunde in Anspruch nehmen. Diese Hilfe ist von großer Bedeutung. möglicherweise sogar überlebenswichtig.

Andernorts wo sich die Gegebenheiten verändern, gehen die Menschen in die Ferne – sei es durch Umzüge, Studien oder Jobwechsel – und alles verändert sich. Der Alltag wird zur Herausforderung – da der Verlust des unmittelbaren Kontakts zu Familienmitgliedern drückt. In diesem Konzeigt eine Umfrage, dass über 60 % der Befragten moderne Kommunikationstechnologien nutzen. Sie treffen häufig Videoanrufe oder telefonische Gespräche ab. So gestalten sie die Lücke etwas kleiner.

Es gibt noch andere Dimensionen des Vermissens die oft übersehen werden. Das Vermissen einer bestimmten Gemeinschaft oder Kultur kann zu einem tiefen Gefühl der Einsamkeit führen. Migration und die damit verbundenen Umstände belasten nicht nur den Einzelnen, allerdings ebenfalls Gemeinschaften. In einer Zeit die stark geprägt ist durch Migration ist es entscheidend, neue Verbindungen zu knüpfen. Vor allem das Teilhaben an lokalen Gemeinschaften kann eine Brücke schlagen. Menschen suchen Gleichgesinnte; die sozialen Netzwerke in Internetforen stärken diese gemeinschaftlichen Verbindungen.

Zum Schluss bleibt zu sagen: Dass das Vermissen eine universelle Erfahrung darstellt. Es ist wichtig – diesem Gefühl Raum zu geben. Unser Umgang mit Schmerzen und Verlusten ist individuell trotzdem können wir alle von der Unterstützung durch Andere profitieren. Geheime Strategien die sich über Jahrhunderte bewährt haben, sind: Gefühle zu teilen, Unterstützung zu suchen und die Bindungen zu pflegen. Diese Wege verursachen einem gesünderen Umgang mit der Trauer und fördern die Heilung. Das Gefühl des Vermissens mag schmerzhaft sein allerdings durch Unterstützung und Kommunikation können wir den Weg zum Besseren finden.






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