Statische IP-Adresse für Ubuntu Server einrichten

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Die Frage nach der richtigen Einrichtung einer statischen IP-Adresse auf einem Ubuntu Server ist entscheidend für die Netzwerkstabilität. Eine statische IP-Adresse gewährleistet, dass dein Server immer unter der gleichen Adresse erreichbar ist was besonders für Dienste erforderlich ist die ständig zugänglich sein müssen. Ist dein Ziel also die Konfiguration eines Servers im LAN – mit einer potenziellen Internetverbindung im Hintergrund – dann sind hier einige wichtige Informationen zu beachten.

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Grafische Oberfläche verwenden


Nutzt du die grafische Oberfläche ist der Prozess relativ einfach. Du musst folgende Schritte durchführen:
- Einstellungen öffnen und zum Netzwerk navigieren.
- Suche die richtige Netzwerkschnittstelle, in der Regel **eth0 oder enp0sX**. Klicke auf das Zahnradsymbol.
- Hier wählst du die Manuelle IP-Adressmethode aus, gibst die gewünschte IP-Adresse die Subnetzmaske und ebenfalls das Gateway an.
- Klicke auf Übernehmen um deine Einstellungen zu speichern.

Die grafische Methode ist intuitiv. Anfänger könnten sich hier sicherer fühlen. Doch Alternativen sind ähnlich wie verfügbar.

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Nutzung der Kommandozeile mit Netplan


Kommst du dann zur Kommandozeile – immer eine gute Option für fortgeschrittene Nutzer – wird Netplan als Konfigurationswerkzeug verwendet. Gehe wie folgt vor:

- Öffne ein Terminal und bearbeite die Konfigurationsdatei mit `sudo nano /etc/netplan/50-cloud-init.yaml`.
- Die Struktur der Datei sollte in etwa so aussehen:
```yaml
network:
version: 2
ethernets:
enp0s3:
dhcp4: no
addresses: [192.168.0.10/24]
gateway4: 192․168.0.1
nameservers:
addresses: [8.8.8.8, 8․8.4.4]
```
- Speichere die Datei ab und bringe die Änderungen mit `sudo netplan apply` in Kraft.

Diese Methode ist besonders präzise und eignet sich gut für Server die keine grafische Benutzeroberfläche haben.

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Alternativer Weg über die `/etc/network/interfaces`


Ein weiterer Weg führt über die Bearbeitung der Datei `/etc/network/interfaces`. Dies ist eine traditionellere Methode die ebenfalls effektiv funktioniert.

- Benutze `sudo nano /etc/network/interfaces` um die Datei zu öffnen.
- Füge Folgendes hinzu:
```plainiface enp0s3 inet static
address 192․168.0.10
netmask 255․255.255.0
gateway 192․168.0.1
```
- Nach dem Speichern der Datei ist ein Netzwerkneustart erforderlich und zwar durch `sudo systemctl restart networking`.

Der Differenzierungsfaktor zwischen diesen Methoden liegt häufig in der Leistungsfähigkeit und Flexibilität.

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Identifikation der Netzwerkschnittstelle


Denke daran, dass die Netzwerkschnittstellen je nach Ubuntu-Version unterschiedlich benannt sein können. Mit dem Befehl `ifconfig` kannst du die genauen Schnittstellennamen ermitteln.

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Erreichbarkeit im Internet


Zusätzlich ist zu beachten, dass wenn du den Server von außerhalb deines LANs erreichen möchtest damit weitere Schritte notwendig sind. Hierzu gehören die Einrichtung von Portweiterleitungen an deinem Router oder die Nutzung eines DynDNS-Dienstes. Letzteres kann insbesondere bei dynamischen IP-Adressen sinnvoll sein.

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Fazit


Die Einrichtung einer statischen IP-Adresse auf einem Ubuntu Server ist ein essenzieller Schritt um sicherzustellen: Der Server immer zuverlässig erreichbar ist. Egal ob du die grafische Oberfläche oder die Kommandozeile verwendest – die Schritte sind klar nachvollziehbar. Letztendlich steigert eine korrekt konfigurierte IP-Adresse nicht nur die Zuverlässigkeit deines Servers, allerdings auch die Effizienz deiner Netzwerkadministration.






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