Kleidung zur Abschlussprüfung an der Realschule – Übliche Normen oder persönliche Freiheit?

Wie sinnvoll ist die Kleiderordnung bei Abschlussprüfungen in der Realschule?

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Ob man bei den Abschlussprüfungen in feiner oder normaler Kleidung erscheinen sollte ist eine Frage die viele Eltern und Schüler beschäftigt. In der Klasse eines Schülers ´ um den es hier geht ` gibt es unterschiedliche Meinungen. Auf der einen Seite steht die Überzeugung - in normaler Kleidung fühlt man sich wohler. Für etliche Prüflinge argumentiert diese Sichtweise: Dass ein gewohnter Look Selbstvertrauen und Entspannung fördert. Studien zeigen – dass Komfort in der Kleidung psychologische Sicherheit schaffen kann.


Andererseits steht die traditionelle Auffassung, sich für solche Anlässe angemessen zu kleiden. Bei seiner eigenen Realschulprüfung trugen viele Mitschüler elegante Kleidung. So ebenfalls in Sachsen wo klare Anweisungen existierten: keine Freizeitbekleidung. Wer in Boxershorts zur mündlichen Prüfung erschien hätte das Gebäude nicht betreten dürfen. Zugegeben, für viele ist das wohl ein drastischer Maßstab. Doch es verdeutlicht den respektvollen Umgang mit dem Anlass.


Manche Schüler gehen bei den Prüfungen wie gewohnt in die Schule, modisch vielleicht nicht immer im Trend jedoch trotzdem "ordentlich". Eigentlich war es nicht üblich, in einem Anzug zur Prüfung zu gehen - zumindest nicht seit den Siebzigerjahren. Frische Klamotten - die gewohnten Jeans oder ein einfacher Pulli - können die Nervosität vor den mündlichen Prüfungen möglicherweise mildern. Die Unsicherheit ´ die durch ein ungewohntes Outfit entsteht ` könnte kontraproduktiv wirken.


Allerdings stehen Schüler oftmals vor der Frage, ebenso wie sie bei der Abschlussfeier auftreten - hier wird festliche Kleidung bevorzugt. Es ist eine feierliche Veranstaltung ´ und viele Absolventen sehen darin die Chance ` einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Aber manch einer zieht es vor – seinem persönlichen Stil treu zu bleiben. Modetrends sind nicht entscheidend beim Ablegen von Prüfungen. Wichtiger ist – sich in seiner Haut wohlzufühlen. Laut Aussagen von früheren Prüflingen ´ die alle Prüfungen in Freizeitkleidung ablegten ` könnte die gesamte Thematik übervertstet ausgelegt sein.


Es gibt alle möglichen Stile von der Jogginghose bis zur eleganten Bluse - alles was den Prüflingen ein gutes Gefühl gibt. Einige Schüler haben Bedenken darüber geäußert, dass sie in einer formellen Kleidung - also im Anzug oder Kostüm - eher das Gefühl der Verkleidung und damit Unsicherheit erleben könnten. Ein interessanter Gedanke – der viele beschäftigt.


Letztlich spiegelt sich in der Krawattenfrage - oder dem Fehlen davon - nichts weniger wider als der entscheidende Wunsch nach Authentizität und Wohlbefinden. Es bleibt abzuwarten wie die nächste Generation von Realschülern diesen Dialog führen wird - und wie viel Wert sie auf modische Normen legen. Die Hoffnung bleibt: Der Fokus auf dem Lernen und nicht auf dem Aussehen liegt und: Dass alle Prüflinge die bestmögliche Leistung abrufen können - ganz unabhängig von der Wahl ihrer Kleidung.