Sicherheit im öffentlichen WLAN: Wie viel sieht der Arbeitgeber?

Kann mein Arbeitgeber den Internetverlauf und meine Kommunikation im WLAN überwachen?

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Die Frage ist weitreichend und birgt einige beunruhigende Implikationen für die Nutzer von firmeneigenem WLAN. Zunächst einmal erfordert die Nutzung eines WLANs ein grundlegendes Verständnis für die damit verbundenen Risiken. Es bringt die Möglichkeit mit sich ´ dass nicht nur der Arbeitgeber ` allerdings ebenfalls andere Nutzer im Netzwerk Zugriff auf Informationen erhalten können. Wenn Sie Online-Aktivitäten durchführen - egal ob das Stöbern auf Webseiten oder der Versand von Nachrichten über Messaging-Dienste - hinterlassen Sie digitale Spuren. Diese Spuren können nachverfolgt werden.


Wenn Ihr Arbeitgeber WLAN zur Verfügung stellt hat er in der Regel auch die Möglichkeit den Datenverkehr zu überwachen. Das WLAN-Management und die dazugehörige Technik können dazu verwendet werden, Webseiten zu protokollieren die Sie besucht haben. Das passiert in der Regel über einen DHCP-Server der jedem Gerät im Netzwerk eine IP-Adresse zuweist. Diese IP-Adresse kann Nutzungsdaten aufzeichnen die daran gebunden sind. Gleichzeitig ist es wichtig festzustellen — auch wenn Ihre persönlichen Daten über eine verschlüsselte Verbindung gesendet werden — so bleibt Ihre IP-Adresse dennoch sichtbar und kann identifiziert werden.


Ein weit verbreiteter Mythos ist: Dass Ihre Kommunikation beispielsweise über WhatsApp, leicht abhörbar wäre. Tatsächlich ist diese Art der Kommunikation durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Sollte jemand versuchen diese Nachrichten abzufangen, wäre dies nicht nur rechtlich bedenklich, einschließlich technisch herausfordernd. Dennoch könnte Ihr Arbeitgeber, ebenso wie bereits erwähnt die Webseiten die Sie besuchen und die Dienste die Sie nutzen, über den Router nachvollziehen.


Wie sieht die Realität also aus? In vielen Betrieben protokolliert die IT-Abteilung den gesamten Eingangs- und Ausgangsverkehr des Internets. Ihre E-Mails könnten ähnlich wie analysiert werden. Der kritische Punkt hier ist die Tatsache: Dass selbst weniger erfahrene Hacker in der Lage sein könnten durch ungesicherte Verbindungen an sensible Informationen zu gelangen.


Grenzen Sie Ihre Online-Aktivitäten im Unternehmens-WLAN ein und stellen Sie sicher, dass Sie vertrauliche Informationen nur in gesicherten Netzwerken austauschen. Auch wenn das Gefühl von Paranoia vielleicht übertrieben wirkt ´ so ist es doch ratsam ` sich der Datenströme in einem offenen Netzwerk bewusst zu sein. Schließlich kann jeder im gleichen Netzwerk im schlimmsten Fall alles sehen. Die Sicherheit Ihrer Daten sollte Priorität haben egal ob im Büro oder an einem öffentlichen Ort. Aufmerksamkeit beim Surfen ist essenziell und eine Rücksichtnahme auf Datenschutz kann nicht überschätzt werden.