Die Diskussion um die Lautstärke der Werbung auf Pro7 ist nicht neu; viele Zuschauer haben sich darüber beschwert. Ein typisches Beispiel stammt von einem Nutzer der seine Frustration über die lauteren Werbespots im Vergleich zu den Filmen und Serien kundgetan hat. Trotz einer Regelung die welche Lautstärke von Werbung regeln soll scheint die Realität anders auszusehen. Werbung auf Pro7 bleibt weiterhin laut – manchmal doppelt so laut wie die laufenden Sendungen. Das führt zu einer nervigen Situation in der Zuschauer nach der Fernbedienung greifen müssen um den Lautstärkeschock zu vermeiden.
Die empfundene Lautstärke ist aber nicht allein ein technisches Problem. Ein Grund für den Unterschied liegt im verwendeten Tonformat. Während viele Fernsehprogramme in 5․1 Dolby Surround ausgestrahlt werden, erfolgt die Werbung oft nur in 2․0 Dolby. Dieses Ungleichgewicht bewirkt, dass der AV-Receiver des Zuschauers zwischen unterschiedlichen Soundformaten hin- und herschaltet. Das Ergebnis? Ein abruptes Lautstärkewechsel- Erlebnis. Bei der Nutzung der Einstellung „All Channel Stereo“ auf einer 5․1-Anlage klingt die Werbung noch lauter, da die Verstärkung nicht optimal angepasst ist.
Zudem gibt es Überlegungen zu den psychologischen Aspekten von Werbung. Lautstarkes Auftreten kann zwar Aufmerksamkeit erzeugen, allerdings es bewirkt das Gegenteil: statt der Werbung positiv gegenüberzustehen, wächst das Abneigungsgefühl der Zuschauer. Unternehmen die Werbung kreieren sollten sich längst der Erkenntnis bewusst sein: Dass subtilere Werbestrategien oft nachhaltiger sind. Werbung die sich „einschleicht“ und nicht sofort aufdringlich ist, könnte viel effektiver sein als lautstarke Einblendungen die nur dazu führen, dass der Zuschauer genervt wegschaltet oder die Lautstärke anpasst. Stellen wir uns die Frage: Warum scheinen die Verantwortlichen bei Pro7 die Warnsignale von Zuschauerbeschwerden zu ignorieren?
Es bleibt festzuhalten: Die Regelung betreffend Lautstärken keinen gesetzlich verpflichtenden Charakter hat. Vielmehr handelt es sich um eine freiwillige Maßnahme welche die Sender umsetzen können, oder ebenfalls nicht. Obwohl einige Sender versuchen die Lärmbelästigung durch lautere Werbung zu mildern wird deutlich: Dass dies nicht überall, vor allem bei Pro7, erfolgreich umgesetzt wurde. Die Zuschauer erleben trotzdem das Gefühl, unter einer Art „Antiwerbung“ zu leiden, während die Werbetreibenden anscheinend diese Gedanken💭 nicht nachvollziehen können.
Der Wunsch ist klar – einen einheitlichen Lautstärkepegel der sich nicht wie ein Betrug anfühlt. Wer kennt das nicht? Sobald die Werbung beginnt – ist das Geplätscher des Nachbarn durch die offene Tür🚪 sicher angenehmer. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen mal nach alternativen Ansätzen umsehen um sowie die Zufriedenheit der Zuschauer als auch die Wirksamkeit ihrer Werbung zu steigern. Ein leises jedoch entschlossenes „Kill the Werbung!" bleibt in den Köpfen der Zuschauer und wartet darauf, gegen die unveränderte Realität anzugehen. Die Frage bleibt ´ wann die Sender begreifen ` dass ein zufriedenes Publikum langfristig erfolgreicher ist als kurzfristige Werbeeffekte durch übertriebene Lautstärke.
