Die Werbezeiten im Fernsehen – Eine Analyse der Senderlandschaft

Welche TV-Sender bieten die geringste Werbezeit und wie ist die Werbung gesetzlich geregelt?

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Im Fernsehen erhalten Zuschauer oft den Eindruck von übermäßigen Werbeunterbrechungen. Pro7 ist hierbei ein typisches Beispiel. Dort läuft das Gefühl mit jeder Sendung – 15 Minuten Inhalt und dann eine endlose 10-minütige Werbepause. Aber was ist mit anderen Sendern? Gibt es tatsächlich Unterschiede? Nun, es stellt sich die Frage, ob alle Sender ähnliche Werbetaktiken nutzen oder ob kleinere Sender wie ORF1 und SF2 einen anderen Weg gehen – und warum das so ist.

Die gesetzlichen Regelungen zur maximalen Werbezeit sind entscheidend. Bei den großen privaten Fernsehanstalten gibt es klare Vorschriften. Diese besagen – ebenso wie viel Werbung in einer bestimmten Sendestunde gezeigt werden darf. Das lässt sich oft daran erkennen · dass genauso viel mit nach der Werbung ein Filmteil gezeigt wird · der bereits zuvor lief. Damit verlängert sich die Gesamt-Sendezeit. So lässt sich weiterhin Werbung ausstrahlen. Ein gelungenes Beispiel für diesen Mechanismus.

Anzeige: Bei ORF und SF handelt es sich um öffentlich-rechtliche Sender. Diese Sender haben keine Werbung in Filmen da sie durch Gebühren finanziert werden. Diese Struktur bietet eine interessante Perspektive: Die Zuschauer bezahlen für Inhalte und haben während des Films keine Werbeeinblendungen. Aktuelle Statistiken zeigen, dass der Anteil der Werbeausgaben für öffentlich-rechtliche Sender in den letzten Jahren minimal geblieben ist im Gegensatz zu privaten Sendern bei denen Werbung zur Haupteinnahmequelle gehört.

Zusätzlich zeigt eine Umfrage unter Zuschauern » dass viele es bevorzugen « Filme aufzunehmen und sie später anzusehen. So können sie die Werbung einfach "wegzapfen" und die Zeit sparen. Immer mehr Zuschauer nutzen diesen Trick. Der Umbruch in der TV-Landschaft zeigt, dass private Sender zunehmend dazu neigen, Programme zu gestalten die nur mit dem Ziel entworfen werden, Zuschauer vor dem Bildschirm zu halten – mit dem alleinigen Fokus auf Profit.

Trotz dieser Entwicklung gibt es einige Sender » darunter ebenfalls kleinere « wo die Werbezeit begrenzt wird. Statistiken belegen – die mit der geringsten Werbezeit sind die öffentlich-rechtlichen Sender. Diese Formate sollten ein besseres Nutzererlebnis bieten.

Abschließend lässt sich festhalten: Die Bezahl- und Werbefinanzierung der Sender bringt sowie Vor- als auch Nachteile. Während die Werbefreiheit der öffentlich-rechtlichen Sender ein ruhigeres Fernseherlebnis ermöglicht, sind private Sender oft mit Werbung überladen. Das Programm ist oft nur ein Mittel zum Zweck – um Geld zu verdienen. In einem Zeitalter von Streaming-Diensten und On-Demand-Inhalten könnten private Sender vor neuen Herausforderungen stehen.






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