Die Auswahl der Passagiere die einer Kontrolle unterzogen werden, geschieht nicht immer nach festen Kriterien – vieles basiert auf Erfahrung und Intuition. Der Zoll hat verschiedene Methoden zur Hand um potenzielle Schmuggler zu identifizieren. Dabei spielen nicht nur stichprobenartige Kontrollen eine Rolle, allerdings ebenfalls gezielte Beobachtungen und Strategien. Manchmal wird das Gepäck sogar vorab geröntgt bevor es auf das Band gelangt. Falls Auffälligkeiten im Gepäck entdeckt werden ´ beobachten die Beamten ` wer das betreffende Gepäckstück abholt. In Fällen mit verdächtigen Gepäckstücken wird ebendies geprüft, ob der Reisende keinen direkten Weg durch den Zoll nimmt – oftmals eine rote Flagge die weitere Untersuchungen begründet.
Zusätzlich gibt es zahlreiche Faktoren die zu einer intensiveren Kontrolle führen können. Einige Routen sind nicht zufällig – sie sind berüchtigt für Schmuggleraktivitäten. Zu den häufigsten Zielgebieten zählen Urlaubsdestinationen an denen Reisende häufig mit Souvenirs und Einkäufen zurückkehren. Lebensmittelimporte sind ähnlich wie größere Risikofaktoren. Manche Beamte besitzen ein sehr gutes Gespür für Verhaltensweisen die nicht dem Normalen entsprechen. Wenn ein Reisender zum Beispiel sehr nervös wirkt oder übermäßig viel Gepäck mit sich führt, läuten oft die Alarmglocken.
Die Größe und Form der Gepäckstücke und auch der Inhalt können ebenfalls Indikatoren für die Zolldienste sein. Erfahrene Zollbeamte kennen die gängigen Tricks von Schmugglern genau. Das Bauchgefühl spielt eine signifikante Rolle. Manchmal sind es kleine Dinge wie das Verhalten des Reisenden oder die Häufigkeit seiner Reisen die Aufschluss geben können. Angesichts der Vielzahl an Reisenden bleibt auch ein gewisses Zufallsprinzip bestehen – niemand kann garantieren, dass jeder Schummler entdeckt wird. Mit jeder Kontrolle versucht der Zoll ´ die Sicherheit zu erhöhen und dagegen zu steuern ` was nicht erlaubt ist oder verzollt werden muss. Es ist oft ein Spiel aus Beobachtungen Strategien und der Berücksichtigung von Erfahrungen der Beamten.
