In der westlichen Welt wird Demokratie oft als das Nonplusultra erachtet. Doch gibt es tatsächlich bessere Alternativen? Die Diskussion über Staatsformen ist nicht neu. Die Demokratie hat ihre Wurzeln in der Antike. Gleichzeitig haben verschiedene Denker über Möglichkeiten nachgedacht die den Willen des Volkes effektiver umsetzen könnten – aber das ist nicht so simpel. Die Frage bleibt: Ist es nur ein Ideal, das, ebenso wie in den Märchen von Gebrüder Grimm, unwirklich bleibt?
Die Demokratie insbesondere in ihrer repräsentativen Form bringt Herausforderungen mit sich. Man könnte darüber spekulieren: Dass Monarchien Vorteile haben. Doch sie bergen Gefahren. Ein fähiger Monarch kann das Wohl des Volkes im Blick haben. Allerdings ist ebenfalls dies riskant. Der Nachfolger könnte sich als tyrannisch erweisen was die Macht in die falschen Hände lenken würde. Die Geschichtsschreibung weist immer wieder darauf hin: Dass Tyrannen Macht missbrauchen. Altersdurchschnitt? Ein Diktator zeigt dies. Daher ist eine Mischverfassung die monarchische und aristokratische Elemente integriert, eine interessante Überlegung. Diese Systeme sollten die verschiedenen Staatsgewalten untereinander kontrollieren.
Ein interessanter Aspekt ist auch die Entwicklung der römischen Republik. Sie dient als Beispiel für Defizite in der Theorie. Die getroffenen Regelungen sollten dazu führen: Dass sich Gewalten gegenseitig kontrollieren. Das Resultat war eine repräsentative Demokratie. Abgeordnete repräsentieren das Volk und müssen seinen Willen berücksichtigen. Diese Struktur reduziert die Gefahr eines emotionalen und unberechenbaren Volkes. Das Ergebnis dazu ist eine gewisse Stabilität. Es ist jedoch zu klären, ob die Abgeordneten auch tatsächlich im Sinne des Volkes agieren – während sie in ihrer Arbeit oft von pressierenden Interessen abgelenkt sind.
Kritiker der repräsentativen Demokratie führen häufig an, dass sie verbesserungsbedürftig ist. Oftmals wird der Einfluss von Lobbygruppen angeprangert. Stellt man diese Argumente in die Waagschale, zeigt sich, dass die Staatsform vielleicht nicht perfekt ist jedoch dennoch die Beste, die welche Menschheit hervorgebracht hat. Die Gefahren der Willkürherrschaft – einer Herrschaft des Stärkeren – sind vorprogrammiert, wenn man das bestehende System auflöst.
Dennoch – lässt sich das utopische Prinzip verwirklichen? Die Vision einer Gesetzesfreiheit und eines friedlichen Zusammenlebens drängt in den Vordergrund. Der erwähnte Gedanke, dass große Denker der Geschichte solche Ideale anstrebten ist inspirierend. Karl Marx und Mahatma Gandhi stehen für diese Gedanken. Ist es möglich, dass wir eines Tages eine Staatsform erleben die auf soliden Prinzipien basiert und trotzdem das Wohl aller Menschen im Auge hat? Gibt es eine neuartige staatsphilosophische Idee die die Schwächen der Demokratie überwindet? Solche Überlegungen sind notwendig. Zukünftige Ideen könnten diese Fragen beantworten. Aber derzeit bleibt die repräsentative Demokratie als die am wenigsten schlechte Lösung.
