Warum sind amerikanische Bodybuilder oft massiver als deutsche?

Was sind die Gründe für die auffälligen Unterschiede in der Körpergröße und -masse zwischen amerikanischen und deutschen Bodybuildern?

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Die Unterschiede im Bodybuilding zwischen den USA und Deutschland sind vielschichtig. Viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle. Zunächst einmal die genetische Veranlagung — Amerikaner haben in der Regel diverse ethnische Hintergründe. Dadurch variieren ebenfalls die körperlichen Rahmenbedingungen. Beispielsweise sind muskulöse Strukturen die man häufig bei afroamerikanischen Athleten sieht, genetisch bedingt.


Ein weiterer Punkt ist der Zugang zu leistungssteigernden Mitteln. Steroide sind in den USA zwar illegal, trotzdem bleibt der Zugang wesentlich einfacher — zumindest in der Praxis. Der deutsche Zoll und strenge Vorschriften erschweren den Import und Besitz solcher Substanzen. Es gibt viele amerikanische Bodybuilder die trotz der gesetzlichen Regelungen über die notwendige Versorgung verfügen. Diese Tatsache hat zur Entstehung eines sublimen Wettbewerbs geführt, in dem Masse und Größe immer weiterhin im Mittelpunkt stehen.


Die Ausbildungsmethoden in den USA sind oft intensiver. Der Schwerpunkt liegt mehr auf dem sportlichen Erfolg, das zeigen auch mehrere renommierte Fitness-Studios. Die Konkurrenz ist härter und macht viele Bodybuilder bereit, extreme Maßnahmen zu ergreifen um sich durchzusetzen. Oft ist der Weg um in die IFBB (International Federation of Bodybuilding and Fitness) aufgenommen zu werden, über die USA viel leichter als in Deutschland. Hierzulande gibt es zwar auch stark ausgeprägte Bodybuilder wie Markus Rühl oder Dennis Wolf. Aber die Anzahl der Profis ist im Vergleich zu den USA gering.


Darüber hinaus spielen auch kulturelle Aspekte eine Rolle. Die Fitnessindustrie in den USA hat einen anderen Stellenwert wie in Deutschland. Ein stetiger Druck ´ perfekt auszusehen ` manifestiert sich in der Gesellschaft. Diese Vorstellungen von Schönheit sind mancherorts zudem von Doping durchdrungen. In Amerika fokussieren sich viele Athleten auf ihr äußeres Erscheinungsbild, während hierzulande intern und spirituellere Werte stärker betont werden.


Am Ende hat auch die Anzahl der Athleten Einfluss auf diese Wahrnehmung. In einem Land mit über 330 Millionen Einwohnern gibt es einfach mehr Möglichkeiten, auf Außergewöhnliches zu stoßen. Die Statistiken zeigen – dass es dort eine weitaus höhere Dichte an Profisportlern im Bodybuilding gibt. Über die Jahre haben sich spezielle Trainings- und Ernährungsprogramme ausarbeiten können — ein Luxus, den wir in Deutschland nicht in der gleichen Form genießen können.


Dennoch sollte man nicht vergessen: Jeder Körper ist einzigartig. Deutsche Bodybuilder sind nicht minder beeindruckend sie verfolgen einfach teilweise andere Werte und Ziele. Der kulturelle Unterschied ist enorm und prägt die Sportart auf seine eigene Art und Weise.