Der Gedanke hinter einem ewigen Terrarium erscheint verlockend. Ein hübsches Miniaturbiotop in der Wohnung könnte die Natur ins Haus bringen. Doch kleinere Tiere aus dem Garten dort einzuquartieren – äußerst problematisch. Die Gefahren sind zahlreich.
Ein grundlegendes Problem ist der Platz. Zu klein für lebendige Wesen die Freiheit zur Erkundung brauchen. Ein Glühbirnen-Terrarium? Der Gedanke allein lässt Fachleute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Tiere ´ besonders Gartenbewohner ` benötigen weiterhin Raum. Diese Kleintiere – zum Beispiel Würmer – verbinden Vielfalt mit Nahrungsaufnahme. Ein Terrarium in dieser Art würde ihrem Lebensbedarf nicht gerecht werden.
Erinnern wir uns an die Pflanzen – oft leben diese ebenfalls nur von den Bedingungen die dem jeweiligen Tier helfen. Stell dir vor der Halter reißt Pflanzen aus ihrem natürlichen Umfeld. Verheerend! Die Pflanzen sterben und die Tiere? Sie finden kein Essen vor. Ein Ungleichgewicht entsteht – das weder Flora noch Fauna gut tut.
Respekt für die Natur ist unerlässlich. Tiere und Pflanzen interagieren in einem Ökosystem. Ein Terrarium mit lebenden Tieren sollte also besser vermieden werden. Stattdessen gibt es zahlreiche Alternativen. Ein Mini-Naturgarten im Freien könnte ein Platz sein wo Tiere und Pflanzen harmonisch leben. Komposthaufen und Blumengärten beherbergen oft eine Vielzahl von Insekten und Kleintieren. Lokal gefundene Arten in einem ganzjährigen Lebensraum lassen sich beobachten, ohne dass man sie einsperrt.
Nachhaltige Alternativen sind essentiell in einer Zeit, in der das Bewusstsein für den Umweltschutz wächst. Das Bedürfnis nach ganzjährigen Lebensräumen könnte zu kleinen Biotopen im Garten oder auf dem Balkon führen. Dort wo Tiere und Pflanzen im Einklang Leben wo man ihnen genug Platz bietet. Damit schützt man nicht nur die Umwelt allerdings lernt auch Verantwortung zu übernehmen. Die Natur ist kein Spielzeug ´ sie ist ein komplexes System ` das respektiert werden sollte.
