Ist ein Wechsel von 5W30 auf 10W40 bei einem Ölwechsel sinnvoll?

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In der Diskussion um Motoröle steht oft die Frage im Raum: Kann ich von 5W30 auf 10W40 wechseln? Diese Fragestellung ist nicht nur für den Geldbeutel entscheidend, allerdings ebenfalls für die Langlebigkeit des Fahrzeugs. Bei den unterschiedlichen Temperaturen und Eigenschaften der Öle gibt es einiges zu beachten.


Die Entscheidung, welches Öl verwendet werden soll, sollte nicht leichtfertig getroffen werden. Das 5W30-Öl hat sich als sehr flüssig und dadurch vorteilhaft bei niedrigeren Temperaturen etabliert. Bei -35 °C fließt es was für viele Fahrer in unseren Breiten ein entscheidender Vorteil ist. Im Vergleich dazu fließt 10W40 bis -30°C. Dies könnte für Gebiete mit milderen Wintern genügend sein— da die Werte für kältere Temperaturen in Deutschland oft nicht anfallen. Doch hier steckt der Teufel im Detail.


Die Viskosität eines Motoröls – also seine Fließfähigkeit und Dicke – spielt eine wesentliche Rolle. Bei 100 °C weist das 30er Öl eine Fließgeschwindigkeit von rund 10 qm/s auf. Das 40er hingegen erreicht circa 12 qm/s. Dieser Unterschied mag zunächst gering erscheinen kann in der Praxis jedoch zu Problemen führen. Die Gefahr, dass der Ölfilm bei höheren Temperaturen reißt ist insbesondere bei 5W30 relevant—was zu unerwünschten Schäden am Motor führen kann.


Ein weiteres Augenmerk sollte auf die Herstellervorgaben gelegt werden. Sie sind nicht ohne Grund festgelegt worden. Unterschiede in der Konstruktion von Motoren erfordern oftmals spezifische Öle. Bei der Entscheidung für 5W30 oder 10W40 ist es ratsam sich an die Empfehlungen in der Betriebsanleitung zu halten. Besonders bei Dieselmotoren ´ wo 5W30 empfohlen wird ` sollte man keine Experimente wagen. Oftmals sind Hersteller wie Peugeot oder Opel dafür bekannt, dass sie bei den Ölbohrungen in ihren Motoren kleine Dimensionen wählen. Dies führt dazu, dass die Ölversorgung schnell und zuverlässig sein muss, insbesondere beim Kaltstart.


Es ist auch zu beachten, dass nicht alle Öle genauso viel mit sind. Billige No-Name-Produkte aus dem Baumarkt können zwar verlockend sein—aber die Frage bleibt, ob sie die Qualität bieten die zur Verwendung einen langlebigen Motor nötig ist. Markenöle haben oft spezifische Freigaben ´ die garantieren ` dass sie den Anforderungen des jeweiligen Herstellers genügen. Wenn diese Freigaben nicht vorhanden sind ist Vorsicht geboten. Finger weg von billigem Öl kann hier also ein wertvoller Rat sein.


Für die Autofahrer die auf die Kosten schauen müssen, könnte das 10W40 attraktiver erscheinen. Jedoch kann lange Nutzung von 10W40 ´ anstelle von 5W30 ` schneller zu Abnutzungserscheinungen führen. Wer sein Auto lange nutzen oder später verkaufen möchte sollte die Vorteile des teureren jedoch qualitativ hochwertigeren 5W30 berücksichtigen.


Zusammenfassend lässt sich sagen: Dass ein Wechsel von 5W30 auf 10W40 nicht per se schädlich ist aber sinnvoll nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen sollte. Wer auf Nummer sicher gehen will – bleibt am besten bei den Herstellervorgaben. Letztlich ist das richtige Öl nicht nur eine Frage des Preises, einschließlich der Langlebigkeit und Zuverlässigkeit des Motors.