Fliegen sind überall um uns herum. Sie schwirren in unseren Wohnungen – sitzen auf Lebensmitteln und sind oft störende Begleiter. Doch wie lange leben diese lästigen Tiere tatsächlich? Im Fall der gewöhnlichen Stubenfliegen beträgt die Lebensspanne maximal 6 bis 7 Wochen. Einige dieser Fliegen überleben möglicherweise nur wenige Tage – getötet von natürlichen Feinden oder durch die menschliche Hand.
Fliegen oder besser gesagt ihre Maden, sind in der Natur unerlässlich. Sie tragen zur Entsorgung von Kot und Kadavern bei– diese Aufgabe ist nicht zu unterschätzen. Ein einziger Sommertag kann weiterhin Fliegen hervorrufen als die gesamte Menschheit. In nur wenigen Wochen könnte das Gewicht aller Fliegen das Gewicht der Erde übertreffen. Wenn alle diese Fliegen überleben würden, wäre das ein riesiges Problem für unser Ökosystem. Es ist beeindruckend – ebenso wie schnell sich Fliegen vermehren.
Die Entwicklung ist rasant. Die Maden schlüpfen oft schon 12 Stunden nach dem Legen der Eier. Unter optimalen Bedingungen kann eine Stubenfliege in kurzer Zeit bis zu 400 Eier ablegen. Sie sind so produktiv! Bereits 3 Tage nach dem Schlüpfen nehmen die Fliegen Aktivitäten in ihrer Fortpflanzung auf. Diese extrem kurzen Lebenszyklen sind für ihr Überleben entscheidend.
Nicht lange genug um der gefürchteten Fliegenklatsche zu entkommen. Aber das ist nur der Menschliche Einfluss. Die Gefahr lauert überall. Ihre natürliche Feinde ´ wie Vögel und andere Insekten ` warten ebenfalls.
Übrigens: Eintagsfliegen leben sehr kurz – tatsächlich nur einen Tag. Die menschliche Relevanz für diese Lebenszyklen ist eindeutig. Zusehen heißt oft die Fliegenklatsche zur Hand zu nehmen. Doch trotz ihrer oft unangenehmen Präsenz haben sie in der Natur ihre Daseinsberechtigung. In der Tat schützen wir uns nicht nur vor ihrem Nervtöten ´ allerdings fördern gleichzeitig ein Leben ` das schon lange auf diesem Planeten besteht.
Wenn wir also über das Dasein der Fliegen nachdenken, müssen wir ebenfalls ihre Rolle im Ökosystem berücksichtigen. Ihre Lebensspanne mag kurz sein – allerdings ihre Bedeutung ist nicht zu unterschätzen. Schützende Zusammenspiele – die Natur gibt und nimmt.
