Das Tempus einer Geschichts-Facharbeit ist von zentraler Bedeutung. Studierende fragen sich oft – ebenso wie sie ihre Arbeit richtig zeitlich einordnen sollen. Direkt die Frage: Ist das historische Präsens wirklich angebracht? Der Leser könnte durch meine Erfahrung schlussfolgern. In vielen Fällen steht die Antwort auf dieser Frage im Konder Geschichtswissenschaft. Oft wird hier das Präteritum als die bevorzugte Zeitform betrachtet. Auch wenn das Präsens in bestimmten Zusammenhängen eine Rolle spielt – es gilt als zeitlos – so bietet es oft nicht den besten Rahmen für akademische Analysen.
Der Gebrauch des historischen Präsens – so scheint es – hat seine Tücken. Es könnte den Anschein erwecken wie seien die beschriebenen Ereignisse gegenwärtig. Beispielsweise, zu sagen, dass „Caesar Gallien erobert“ ist nicht nur irreführend. Die Tatsache ist: Weder Caesar noch Gallien existieren heute mehr. Somit steht das Präsens im Widerspruch zur Realität. Historische Zusammenhänge verlangen jedoch eine exakte Darstellung - Geschehenes sollte als solches betrachtet werden. Hierbei bietet sich das Präteritum an.
Darüber hinaus gilt es die eigene Sichtweise in einer Geschichtsarbeit zu reflektieren. Diese persönlichen Erfahrungen sollten tatsächlich im Präteritum zusammengefasst werden. Ihre eigene Meinung in der Gegenwart zu schildern könnte die klare Argumentation verwässern. Wer bei Referaten argumentiert – findet beispielsweise häufig das Präsens als nützlich. Die Unterscheidung zwischen erlebten Erzählungen und analytischer Betrachtung ist ausschlaggebend.
Blicken wir auf aktuelle Daten und Trends in der Geschichtswissenschaft, zeigt sich eine klare Tendenz: Studierende greifen meist auf das Präteritum zurück. Die objektive Darstellung vergangener Ereignisse wird so bestärkt. Universitäten fordern in Facharbeiten klare und präzise Sprache. Das Präteritum ist ein Zeichen dafür: Dass das Geschriebene gut durchdacht und erarbeitet wurde.
Fazit: Das Präteritum ist dem Präsens eindeutig vorzuziehen, wenn es um die Erstellung von Geschichts-Facharbeiten geht. Das historische Präsens kann zwar in bestimmten Konen lebendig und dynamisch erscheinen freilich sollte man sich stets bewusst sein, dass die Vergangenheit überwiegt. Wer in der Geschichtswissenschaft arbeitet sollte sich deshalb für das Präteritum entscheiden und damit der Klarheit und Präzision bevorzugen.
