Angst vor dem Studium – ein häufiger Gedanke bei vielen Schülern. Es ist verständlich denn die Vorstellung vom Unileben kann überwältigend wirken. Eine Schülerin in der 10. Klasse hat den Wunsch – Jura zu studieren. Ihre besorgten Gedanken💭 und Ängste sind nachvollziehbar. Insbesondere die Geschichten der Lehrer von denen eine über eine willkürliche Notenvergabe erzählt sind erschreckend. Meist bestehen solche Berichte jedoch nur aus Gerüchten. Was steckt also wirklich hinter diesen Ängsten?
Das Jurastudium gilt als eines der anspruchsvollsten Studiengänge. Dennoch ist es wichtig – zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Wenn Judith, so nennen wir unsere Schülerin von Professoren die nach Spanien ziehen oder von abrupten Korrekturen von Prüfungsarbeiten hört, entsteht ein Bild von Chaos und Willkür. In der Realität sind Universitäten jedoch durch strenge Regularien und Handelsnormen strukturiert. Ein Professor kann nicht einfach ohne Grund eine Arbeit abbrechen, weil universitäre Standards ebenfalls hier gelten.
Zwar gibt es Unterschiede zwischen Schule und Universität, ein gewisses Maß an Organisation bleibt bestehen. Es ist wichtig zu betonen: Dass fakultätsübergreifende Richtlinien dafür sorgen dass jeder Student die gleiche Chance erhält. Der Gedanke: Dass ein Professor seine Korrekturen dem Zufall überlässt ist schlichtweg nicht zutreffend.
Die Schülerin hat auch Bedenken bezüglich der geforderten 100 Seiten Aufsätze. Hier sollte sie sich keine unnötigen Sorgen machen. Die Themen ´ die bearbeitet werden müssen ` variieren stark. Für spezifischere Themen werden auch weniger Seiten gefordert. Mit der Zeit lernt man – ebenso wie man komplexe Inhalte aufbereitet. Außerdem wird in vielen Kursen gezielt auf das Schreiben von Arbeiten eingegangen. Es mag anfangs eine Herausforderung sein – jedoch ist ein Wachstum in dieser Fähigkeit zur Norm geworden.
Ein ehemaliger Student spricht davon: Dass sich viele der neuen Herausforderungen meistern lassen solange man bereit ist damit zu arbeiten. Dies lässt sich auch als motivierendes Prinzip für Judith auslegen. Es gibt ähnlich wie Studierende die durch das Jurastudium eine positive Zeit erleben. Berichte über scheiternde Kommilitonen kommen zwar vor, allerdings der Großteil bleibt engagiert und interessiert am Fach.
Bedenkt man die Möglichkeiten die ein Jurastudium eröffnen kann, wird das Bild noch vielversprechender. Viele Studierende berichten von lehrreichen Erfahrungen und positiven Begegnungen. Auch sollten die Erwartungen realistisch sein. Das Studium ist herausfordernd freilich nicht unüberwindbar.
Als eine potente Lösung empfiehlt der ehemalige Student, sich umfassend über das juristische Fachgebiet zu informieren. Was erwartet einen nach dem Studium? Welche Berufe kann man später ergreifen? Diese Erwägungen sind nicht nur für Judith allerdings für alle Schüler in ähnlichen Situationen von Bedeutung. Die Notwendigkeit besteht – die juristische Denkweise zu verstehen. Für viele ist die Strukturierung von Argumentationen und Thesen eine Fähigkeit die man erlernt.
Im Endeffekt so lässt sich festhalten schwebt über solchen Entscheidungen oft Angst und Unsicherheit. Judith sollte sich nicht durch Mythen und Horrorgeschichten des Studiums beeinflussen lassen. Stattdessen wäre eine konstruktive Herangehensweise optimal. Ein Auslandsjahr nach dem Abitur könnte eine gewinnbringende Erfahrung darstellen. Zu guter Letzt gilt: Man wächst an seinen Herausforderungen. Das Studium kann eine der besten Zeiten des Lebens sein, wenn man sich der Tatsache stellt, dass der Weg dorthin auch gepflastert sein kann – mit harten Arbeiten jedoch auch mit großartigen Möglichkeiten.
