Der Schallschutz stellt beim Bau von Schiebetüren eine interessante und oft herausfordernde Problematik dar. Es ist nicht zu leugnen – dass Schiebetüren in vielen modernen Wohnräumen gerne verwendet werden. Oftmals ist aber die Frage nach der Schallisolierung präsent. Es kommt darauf an – die richtige Lösung zu finden. Klapp-Türen bieten durch den Andruck an die umlaufenden Dichtungen manchmal zufriedenstellenden Schallschutz. Denn dies kann für eine gewisse Schallminderung sorgen. Aber können ebenfalls Schiebetüren mit Gummidichtungen und anderen Techniken eine Lösung darstellen?
Im Fokus steht hier meist die Einsatzzweck der Tür. Geht es um die Verbindung von verschiedenen Wohnräumen oder um eine private Rückzugs-oase? Es ist wichtig – den Konzu berücksichtigen. Hochwirksame Maßnahmen zur Schallreduzierung sind möglich, beispielsweise durch den Einsatz von Schallschutzglas. Dichtungen spielen eine sehr bedeutende Rolle. Diese gibt es unter anderem für den unteren Türbereich. Sie senken sich ab – sobald die Tür🚪 geschlossen wird.
Ein spannendes Beispiel ist die Firma Sichteffekt die an einer Glasschiebetür arbeitet die sich im geschlossenen Zustand an die Wand heranzieht. Das Ziel dieser Konstruktion ist es – die maximale Dichtheit zu erreichen. Allerdings stellt sich die Frage ob sich solchen Investitionen in einer Wohnsituation lohnen. Schließlich erfordert eine schalltechnische Abdichtung einen hohen Aufwand.
Das führt uns zur Firma Neuform-Tür die mit der sonor-slide Schiebetür eine interessante Lösung präsentiert. Ihre Schiebetüren erreichen beeindruckende Laborwerte von bis zu Rw,p=42 dB. In vielen Bereichen ´ ebenso wie beispielsweise in Krankenhäusern ` sind solche Türen beliebt. Schließlich ist es wichtig auch im Wohnraum hochwertige Lösungen zu finden obwohl die Kosten bisher recht hoch sind.
Ein abgedämpftes, angetriebenes Schiebetürsystem mit einem Low-Energy-Antrieb könnte in naher Zukunft verfügbar sein. Diese innovative Technik ist sicher eine positive Entwicklung. Im Falle einer Kollision stoppt dieser Antrieb und öffnet die Tür wieder. Doch, für Türöffnungen über 100 cm Breite wird diese Technik voraussichtlich nicht geeignet sein.
In Anbetracht der verschiedenen Ansprüche an Schallschutz könnte eine Terrassen-Schiebetür als ein weiteres Beispiel dienen. Diese wurden teilweise bereits als Vollholz-Hebeschiebetür entwickelt um hohen Schallanforderungen gerecht zu werden. Unter Berücksichtigung der Technik wäre eine Übertragung dieser Konzepte auf den Innenbereich durchaus möglich. Ein Beratungsgespräch mit einem Bau- oder Architekturbüro könnte hier gute Ansätze bieten.
Zusammengefasst ist festzustellen, dass der Schallschutz bei Schiebetüren nicht nur eine technische Herausforderung darstellt, allerdings auch eine Investition. Informieren und Beraten lassen – das sollte der erste Schritt sein. Videos auf Plattformen wie YouTube können sehr hilfreich sein, etwa zum Thema „Einbau einer Schiebetür“. In Anbetracht dieser Informationen bleibt abzuwarten welche Innovationen zukünftig für den Schallschutz bei Schiebetüren verfügbar sein werden. Schallschutz ist und bleibt ein wichtiges freilich oft vernachlässigtes Thema im modernen Wohnbau.
