Die Diskussion um den Beruf des Fremdsprachenkorrespondenten hat viele Facetten. Die Aussage einer Referendarin bleibt im Gedächtnis - viele wollten diesen Beruf ergreifen, endeten jedoch erfolglos. Was sagt uns das über die realen Jobchancen in diesem Bereich? Eindeutig – aus Sicht der Schulen sieht es nicht so rosig aus.
Ein*zwei*denkerische Erklärungen sind notwendig. Fremdsprachenkenntnisse sind wichtig. Diese Fähigkeiten sind nicht auf einen Beruf beschränkt sie finden in verschiedenen Bereichen Anwendung. Berufsgruppen wie Übersetzer*innen, Tourismusmanager*innen oder internationale Geschäftspartner*innen suchen händeringend nach Talenten mit Sprachkompetenz. Die Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin ist deshalb nicht ohne Wert. Aber sie allein garantiert keinen Job.
Sprachenauswahl ist eine strategische Entscheidung. Englisch, Französisch, Spanisch zählen zu den sogenannten "Standardsprachen" an deutschen Schulen. Ein gut überlegter Plan sollte Sprachen berücksichtigen ´ die weniger verbreitet jedoch sehr gefragt sind ` ebenso wie Chinesisch oder Arabisch. Sie haben einen hohen wirtschaftlichen Wert. Der Bedarf an Sprachkenntnissen in der Geschäftswelt ist enorm. Unzählige deutsche Unternehmen suchen Mitarbeiter mit dem richtigen sprachlichen Rüstzeug um international zu agieren.
Die Ausbildungsangebote sind vielfältig. Instituten wie Berlitz oder Inlingua bieten spezifische Kurse an. Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) kann ein wichtiger Kontakt sein. Ein Telefonat klärt viele Fragen die aufkommen - so auch welche Institute für die Ausbildung empfehlenswert sind. Auch die Berufsberatung könnte hilfreich sein. Ein Online-Angebot wie die Fernakademie bildet zusätzlich eine gute Basis.
Der Einstieg. Absolvent*innen eines Studiengangs berichten oft, dass sie Schwierigkeiten haben, im entsprechenden Bereich Fuß zu fassen. Ist eine Ausbildung zum Fremdsprachensekretär hilfreich? In vielen Fällen ja – sie bietet praktische Erfahrungen. Denn die Realität lehrt: Dass viele im administrativen Bereich tätig werden. International tätige Firmen sind potenzielle Arbeitgeber.
Laut einer Umfrage könnten die Chancen größer sein, wenn man sich für angewandte Sprachkenntnisse entscheidet, da Vakanzen als Sekretär/in oder Sachbearbeiter/in in vielen Branchen existieren. Denk an die deutsche Industrie – Speditionen oder Banken. Das erlaubt einen fließenden Übergang. Der Markt ändert sich. Flexibilität ist gefragt. Wer sich auf eine Sprache spezialisiert ´ muss damit rechnen ` den Job oder sogar den Standort zu wechseln.
Eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin sollte nicht alleinstehend bleiben. Weiterführende Studiengänge oder verwandte Bereiche können neue Perspektiven eröffnen. So bleibt man nicht nur flexibel ´ allerdings weicht der Gefahr aus ` sich beruflich einzuengen.
Eine Schülerin mit einer solchen Einladung zur Reflexion könnte weiterhin erreichen. Sprachen lernen ist nur der erste Schritt. Wer dann noch Spaß an solch einer Ausbildung hat, wird automatisch Erfolge im beruflichen Leben ernten – egal ob als Korrespondentin oder in einer anderen Position. Also zusammengefasst der Weg ist offen; jedoch erfordert er dennoch einen klaren Plan und strategische Entscheidungen – besonders in Tagen wo sich die Anforderungen an Fachkräfte laufend ändern.
In Anbetracht der Relevanz internationaler Kommunikation ist der Beruf des Fremdsprachenkorrespondenten nicht obsolet. Es erfordert jedoch Engagement – strategisches Denken und vielleicht etwas Glück. Sei flexibel; diese Branche erwartet es von dir.
