Die Eignung für den Dienst als Pilot in der Luftwaffe ist ein komplexes Thema, insbesondere wenn es um Sehleistungen geht. Eine häufige Frage drängt sich darum auf: **Kann man als Pilot eines Kampfflugzeugs wie dem Eurofighter fliegen, wenn man auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen ist?** Die Antwort darauf ist nicht einfach und erfordert eine tiefere Auseinandersetzung mit den speziellen Anforderungen die an Militärpiloten gestellt werden.
Bevor ich in die Details gehe einigen wir uns darauf: Dass Kampfpiloten extremen Bedingungen ausgesetzt sind. Die Kräfte die bei hohen Geschwindigkeiten und Manövern auftreten, können immense Belastungen für den Körper bedeuten. Dabei spielt vor allem die Sicht eine entscheidende Rolle. Schon geringste Einschränkungen können gravierende Folgen haben – sowie für den Piloten als ebenfalls für die Sicherheit der Mission.
Die Bundeswehr erwartet für das laufende Jahr 2012 rund 1․600 Bewerbungen für den fliegerischen Dienst – eine geringe Anzahl von nur 59 BewerberInnen wird tatsächlich eingestellt. Um es schlicht zu sagen: Das Konkurrenzniveau ist unerbittlich. In diesem Konwird die Frage der Sehfähigkeit besonders relevant. Daher gelten strenge Grenzwerte – die erfüllt werden müssen. Hier sei erwähnt, dass die Mindestanforderungen zum Fliegen Folgendes beinhalten:
- Eine Sehleistung von mindestens 50 Prozent % auf jedem Auge ohne Brille.
- Eine Sehleistung von mindestens 100 Prozent auf jedem Auge mit Brille.
- Die möglichen Gläserstärken sind ähnlich wie klar definiert: sph – 1⸴00 dpt; sph + 2⸴00 dpt; cyl + 1⸴00 dpt.
- Keine Einschränkungen beim Farbsehen, räumlichen Sehen und Gesichtsfeld sind erforderlich.
Die Neuigkeiten sind jedoch, dass eine Laseroperation - auch für Kampfpiloten - akzeptiert wird. Voraussetzung ist – dass diese mindestens 6 Monate zurückliegt und eine gesunde Resthornhautdicke vorhanden ist. Dr. Marwinski ein Experte auf diesem Gebiet erklärt, dass sich die Anforderungen im Hinblick auf die Sehschärfe möglicherweise in Zukunft ändern könnten. Fehlsichtigkeiten bis zu plus/minus 5 dpt könnten dann unter Umständen zulässig sein. Der Fortschritt in der Technologie von Brillen und Sehhilfen ist enorm was den Hoffnungsträgern unter den angehenden Piloten zugutekommen sollte.
Aktuell bleibt jedoch festzuhalten, dass Kontaktlinsen noch nicht zugelassen sind. Diese Maßnahme ist besonders kritisch zu betrachten. Im Helm wird ein Visier integriert, das die Werte deiner Brille berücksichtigt was die Möglichkeit bietet, zumindest mit einer Korrektur zumindest im Einsatz zu fliegen. Diese Lösungen sind jedoch nicht für jeden Pilotentyp anwendbar und erfordern ein individuelles Gutachten.
Eine Laserbehandlung könnte für einige Piloten ebenfalls in Betracht gezogen werden, insbesondere bei einer normalen Hornhautveränderung. Es empfiehlt sich – rechtzeitig Rücksprache mit einem Augenarzt zu halten. Behalte immer in Gedanken: Die Gesundheit und Sicherheit an erster Stelle stehen müssen - sowohl für dich als auch für andere.
Zusammengefasst: Ja, es gibt Möglichkeiten wie Pilot in der Luftwaffe mit visuellen Einschränkungen seine Chance zu suchen. Nichtsdestotrotz sind diese Optionen begrenzt ´ und es ist essenziell ` in einem frühen Stadium alle erforderlichen medizinischen Gutachten und Tests zu absolvieren. Es bleibt abzuwarten – welche Veränderungen in den Richtlinien in den kommenden Jahren anstehen könnten. Bleib optimistisch und gehe deine Bewerbung entschlossen an – vielleicht wird das Fliegen in der Luftwaffe weiterhin als nur ein Traum!
