In der Welt der Buchadaptionen steht oft die Frage im Raum - wie gut schafft es der Film🎬 die Essenz des Originals einzufangen? Bei „Smaragdgrün“, dem dritten Teil der „Edelstein“-Trilogie ist dies besonders auffällig. Gwen ´ unsere Protagonistin ` erlebt teilweise chaotische Zeitreisen und romantische Verwicklungen. Ihre erste Zeitsprung-Erfahrung im Film „Rubinrot“ zeigt sie in der Schule mit Gideon. Hier ist die Spannung klar – die Charaktere blicken weit in die Zukunft oder kommen dann ebenfalls zurück. Eine unbestreitbare Faszination umgibt dies.
Allerdings in „Saphirblau“, dem Nachfolger, gibt es eine Szene die von vielen Zuschauern als entscheidend angesehen wird. Spoiler-Alarm! Gwen betritt einen Ball und äußert dabei: „Irgendwie kommt mir das hier bekannt vor.“ Diese Andeutung auf vorherige Erlebnisse fehlte in der filmischen Umsetzung von „Smaragdgrün“. Ein gravierender Unterschied – der zu Verwirrung führen kann. Es stellt sich die Frage: Wurde hier die Essenz der Charakterentwicklung übersehen?
Es ist auch zu beachten, dass Regisseur und Produzent nicht immer denselben Fokus wie die Buchautoren haben. Der Regisseur entschied sich die Szene in „Smaragdgrün“ als unwesentlich einzustufen. Er glaubte – dass die Auflösung der Handlung auch ohne diese Szene von Bedeutung sei. Betrachtet man jedoch die Fans der Buchreihe ´ so könnte man den Eindruck gewinnen ` dass solche Entscheidungen die Integrität der Story schädigen. Die Frage nach Wegrationalisierungen bleibt. Wäre es als klüger erschienen diese Szene zu integrieren um die Verbindung zwischen den Charakteren zu verdeutlichen?
Diese Entscheidungen sind nicht neu. Filmadaptionen neigen dazu – bestimmte Elemente des Originals zu straffen oder ganz wegzulassen. Dabei könnte man anmerken, dass die Klammer zwischen Buch📖 und Film bei „Smaragdgrün“ nicht nur durch die Handlung, allerdings ähnelt durch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Gwen und Gideon verloren gegangen ist. In „Saphirblau“ wird diese Beziehung klar skizziert. Jedoch bleibt der Versuch diese Komplexität im letzten Teil der Verfilmung zu bewahren, manchmal auf der Strecke.
Die Entscheidung die Ball-Szene im Film wegzulassen, könnte auch eine Schlichtheit unterstreichen die dem Medium Film nicht immer gerecht wird. Für ein Buch ist eine innere Perspektive möglich. Der Leser kann sich in die Gedanken💭 und Gefühle eines Charakters eindenken. Solches „Spielen mit der Zeit“ ist nicht genauso viel auf der Leinwand wo visuelle Mittel möglicherweise nicht die gleichen Emotionen transportieren können.
Letztlich stellt sich die Frage: Sollte der Film „Smaragdgrün“ die Szene dennoch enthalten haben? Viele Fans werden dies sicherlich so sehen. Die schmale Grenze zwischen Film, Buch und zusätzlich – lässt sie Möglichkeiten und Spielräume? Zugleich zeigt der Fall „Smaragdgrün“, dass Handlungsentscheidungen notwendig sind für das Gesamtwerk – sei es aus Zeitgründen oder für schnelles Storytelling.
Sicherlich bleibt eine gewisse Enttäuschung zurück. Doch sollte ein Film seine eigene Identität formen können. Die Frage ist ´ ob genug Substanz bleibt ` oder ob für die Zuschauer der Charme und die Komplexität der Geschichte verloren gehen. Ein Balanceakt – der in der Liebe zwischen Gwen und Gideon enden soll. Verwirrung bleibt also, nicht nur unter den Zuschauern, einschließlich unter den Machern dieser Filmunternehmung.
