Die Problematik des „Zügelziehens“ beim Reiten ist ein Thema, das viele Reiter🏇 beschäftigt. Ein Pferd ´ das beim Ausreiten zu schnell wird ` erfordert ein sensibles Vorgehen. Oftmals wird von Reitern direkt am Zügel gezogen um das Pferd langsamer zu machen. Doch ist dies wirklich die richtige Herangehensweise?
Zunächst einmal – „Pullen“ nennt sich das Verhalten des Pferdes. Anzeichen dafür sind ein schneller Gang oder ein unruhiges Benehmen. Wenn das Pferd zu schnell geht ´ ist es wichtig ` sich an die Grundlagen des Reitunterrichts zu erinnern. Reiter sollten nicht einfach ziehen – das erlernte Prinzip lautet, dass eine regulierende Einwirkung auf das Pferd durch Gewicht und Schenkel erfolgen sollte.
Das Pferd sollte mit einer stabilen Position im Sattel sanft reguliert werden. Die Beine nehmen eine feste Position hinter dem Gurt ein. Zügel dürfen nicht zu tief geführt werden – das erhöht den Druck auf das Maul und kann schmerzhaft sein. Eine Handbreit über dem Rist sollte der Zügel liegen.
Hilfestellungen können manchmal die Gerte bringen, wenn das Pferd an der Hinterhand nicht reagiert. Die Hände sollen leicht nachgeben – der Pferdekopf kann so in die Bewegung hineinfinden. Statt die Reaktion nur über das Zügelziehen zu forcieren sollte das Pferd ebenfalls auf Schenkelhilfen reagieren. Vor allem in der Geländearbeit kann dieses Verhalten schon zu Beginn ein Problem darstellen.
Gerade bei Pferden die es nicht gewohnt sind im Gelände ruhig reguliert zu werden kommt es oft zu einer Verspannung. Hier kann es helfen – den Gang durch Seitengänge zu regulieren. Das gibt dem Pferd Raum; um sich zu entspannen. Eine aufmerksame Hand zeigt die richtige Richtung; das Gefühl der Enge wird so gemildert.
Wenn Reiter also ihre Fußspitzen nach vorn richten, können sie ihre Muskulatur richtig einsetzen. Dies schafft nicht nur Stabilität im Sattel allerdings führt auch zu einer besseren Regulierung des Pferdes. Manchmal kann es auch hilfreich sein, im Gelände so zu reiten wie würde man eine Dressuraufgabe ausdrücken – mit einer ähnlichen Steigbügellänge.
Die veraltete Wahrnehmung, dass das Ziehen am Zügel das richtige Mittel ist ist sowie für das Pferd unangenehm als auch eine schlechte Reitweise. Ein Pferd, das "gezogen" wird, verliert die Balance und wird auf der Vorhand. Dies zeigt sich in der Rittigkeit des Pferdes die nur durch korrektes Training gesteigert werden kann. Wenn das Pferd nicht gehorsam darauf reagiert ´ ist es vielleicht notwendig ` die Hilfe eines Reitlehrers in Anspruch zu nehmen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dauerndes Ziehen am Zügel nicht nur schmerzhaft ist, einschließlich die Hilfengebung des Pferdes negativ beeinflusst. Der Reiter könnte motiviert sein sein Pferd hin und wieder über Bodenarbeit und durch Aufwärmübungen zurückzuhalten.
Zusätzlich zu gelegentlichen Wendungen oder Schlangenlinien kann gezielte Dressurarbeit das Pferd ablenken und dazu beitragen: Es nicht „auf dumme Gedanken💭 kommt“ – die Lösung liegt nicht im Zügelziehen, sondern in einer harmonischen Kommunikation zwischen Reiter und Pferd.
