Wenn Reiter🏇 mit der Herausforderung konfrontiert werden, das sogenannte „Außengalopp“ zu vermeiden, kommt oft die entscheidende Frage auf: Wie ebendies muss ich mein Pferd stellen um dies zu verhindern? Es ist ein komplexes Zusammenspiel aus Körperhaltung Sitz und dem korrekten Umgang mit den Hilfen. Dabei ist das Verständnis für die richtige Technik von großer Bedeutung.
Das Stellen des Pferdes nimmt - so könnte man meinen - eine zentrale Rolle ein freilich ist dies nicht immer der Fall. Das beschriebene Pferd muss ´ um in den richtigen Galopp zu kommen ` unbedingt die richtige Unterstützung durch den Reiter erhalten. Das bedeutet konkret: Der Reiter muss in den Sattel eindrücken und den Schwerpunkt nach vorne-und innen verlagern. Dies geschieht – indem der innere Sitzknochen als Anhaltspunkt dient. Ein oft übersehener Aspekt – obwohl noch der Schlüssel: Wenn der Reiter nicht in der optimalen Position sitzt bleibt es schier gleichgültig ebenso wie das Pferd gestellt ist.
Johann Riegler ist ein bekannter Reiter der die Technik des Galoppierens schätzt und das Anspringen im Handgalopp präzise erklärt. Bei diesem Prozess steht das innere Bein am Boden und es bleibt oft unerklärlich, warum der Reiter hier auf das innere Bein des Pferdes einwirken sollte. Eindrucksvoll, wenn man darüber nachdenkt - der Reiter sollte also tatsächlich nicht in die Innenseite des Pferdes drücken. Wenn der Reiter richtig sitzt – verblasst der Druck mithin. Interessanterweise kommen die besten Reiter zu einem Punkt ´ an dem sie ihren Hilfeneinsatz reduzieren können ` weil die Hilfen auf natürliche Weise wirken.
Der äußere Zügel sollte stark und stabil sein wie eine zähe Parade; der innere Zügel hingegen hilft den Moment des Angaloppierens. Eine vorangegangene Entspannung des inneren Zügels ermöglicht dem Pferd die Vorhand frei nach vorne zu bewegen. Diese Hilfen müssen jedoch am Anfang klar definiert sein. Wichtig ist es die Hilfen über zwei bis drei Schritte zu vermitteln, sodass der Reiter zunehmend eigenständig wird.
Der Galopp kann ebenfalls aus dem Schritt heraus erlernt werden und das ist nicht ohne Grund. Zu oft passiert es: Dass Reiter im Trab nach vorne kippen da sie versuchen, verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. Dies führt dazu, dass sie ihre Hilfen nicht richtig dosieren können und dadurch die entscheidende Unterstützung - das „Galopp sitzen“ - verlieren.
Besonders spannend ist auch die Erkenntnis: Es sogenannte „Galoppmenschen“ gibt. Interessanterweise lernen diese Reiter den Galopp leichter als den Trab und bedürfen somit einer besonderen Aufmerksamkeitsfokussierung. Man könnte sagen, sie „gelten“ als einflussreiche Daumen denn sie können im engen Bogen angaloppieren bevor sie auf freier Strecke an Freiheit gewinnen.
Ein konkretisiertes Verständnis der Biegungen beider Richtungen ist unerlässlich. Der Außengalopp wird erst in Betracht gezogen, wenn das Pferd alle Biegungen perfekt meistert. Widersprüchlichkeiten und die Möglichkeit von Unsicherheiten im Hilfengehorsam sollen vermieden werden.
Zwei zentrale Punkte bleiben zu beachten: Du musst dein Pferd nach innen stellen und die innere Seite aktivieren um in den richtigen Galopp zu gelangen. Das äußere Bein zurückzulegen ist entscheidend. Die innere Stellung des Pferdes ´ etwa das Sichtbare des inneren Auges ` gibt dir Klarheit über den richtigen Weg zurück zur Ordnung im Galopp. Schenkel und Zügel erfordern ein präzises Zusammenspiel obwohl dabei das innere Bein initiativ vorangehen muss.
Zusammengefasst: Der Schlüssel🔑 zum erfolgreichen Angaloppieren liegt also nicht nur in der korrekten Stellung allerdings in einer bewussten Kombination aus Haltung Hilfen und Sitz. In der Regel lässt sich sagen, dass das korrekte „Einsitzen“ im Galopp weit weiterhin als nur die Erkennung der Hilfsarten umfasst – es ist eine symbiotische Beziehung zwischen Reiter und Pferd.
