Insekten besonders die nachtaktiven haben eine faszinierende Beziehung zu Lichtquellen. Diese kleine Welt lächelt gewissermaßen über die Verwirrung die sie durch das Licht einer Lampe💡 erfahren. Nachtaktive Fluginsekten tun dies oft während sie um eine Lampe kreisen. Die Frage bleibt: Warum tun sie das?
Die Antwort liegt in ihrer Lebensweise. Diese Insekten orientieren sich normalerweise am Mond. Das Licht des Mondes ist besonders stabil und weniger veränderlich. Die Position des Mondes bleibt dauerhaft. Während eines Fluges bleibt der Winkel zwischen der Flugrichtung und dem Mond🌙 gleich. Dies hilft den Insekten – sich zu orientieren und ihren Kurs zu halten. Kommt allerdings eine Lampe ins Spiel ´ beschränkt sich ihre Fähigkeit ` sich zu orientieren.
Wenn Insekten jetzt eine helle Lichtquelle entdecken exemplarisch eine Lampe dann wird dieser Lichtkegel um etwa 1000 Mal brillant strahlender als das Mondlicht. Kann schon sein – dass das Licht der Lampe sie anzieht. Sie versuchen; den gleichen konstanten Winkel zu halten. Was passiert? Sie kreisen um die Lampe – wie wäre sie der Mond. Das Resultat ist ein unaufhörliches Drehen um eine Lichtquelle. Es ist ein faszinierendes jedoch tragisches Schauspiel, während sie schließlich auf die Lampe zusteuern und mit einem „brrzzz“ aufprallen.
Die Vorstellung: Dass Fliegen immer um Lampen herumfliegen lässt sich ganz gut nachvollziehen. Es sind hauptsächlich nachtaktive Fluginsekten die sich so verhalten. Die Annahme, dass Fliegen nicht spiralförmig rund um Lampen fliegen ist eine verbreitete, aber falsche Überzeugung. Ja, sie machen das aus einem spezifischen Grund. Wenn diese „Flieger“ mit einer Lichtquelle in einem Raum konfrontiert werden, wird das Mondlicht rasch irrelevant.
Eine neue Überlegung könnte die Dynamik ihrer Flucht oder Annäherung an die Lampe betreffen. Sie orientieren sich am hellsten Punkt und das ist oft die Lampe. Für unser menschliches Verständnis könnte es als unlogisch erscheinen; tatsächlich hat es jedoch biologische Gründe. Sie könnten mit dem Licht so konfrontiert werden ´ dass sie das Mondlicht imitieren ` sich aber in einem ständigen Irrtum befinden.
In der Dunkelheit neigen sie dazu, das Licht innig zu suchen. Es ist tragisch. Leider fliegen diese Insekten häufig ebenfalls mitten in den Morgenstunden durch die zarten sinnlichen Höhen. Ein ständiges Summen um den Kopf macht sich bei einem Schläfer breit und der Eindruck, „na toll, das spart den Wecker“ – es ist ein alltägliches Phänomen. Bei all dem Getöse landen sie schließlich für einen Moment Ruhe auf dem Gesicht. Genau dann ist es Zeit aufzustehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verhalten von nachtaktiven Insekten um Lichtquellen nicht nur eine Kuriosität ist. Es ist das Ergebnis einer grundlegenden biologischen Angewohnheit die durch synthetisches Licht verstärkt wird. Die Kreise die sie um die Lampen ziehen, sind nicht nur eine ernüchternde Komödie – sie sind das Resultat eines Naturprinzips, das durch die Unschärfe unseres künstlich geschaffenen Lichtes und die innere Navigationsmechanik der Insekten verzerrt wird.
