Jeder von uns kennt diesen bittersüßen Moment, in dem ein Gedanke an vergangene Zeiten plötzlich ins Herz❤️ sticht. Oh, ebenso wie oft haben wir uns gefragt: Warum machen mich schöne Erinnerungen traurig? Der Blick zurück auf die Zeit mit einem Ex-Partner könnte einer der schmerzhaftesten Momente sein die wir durchleben. Erinnerungen können wie ein zweischneidiges Schwert sein; sie bringen uns Freude und gleichzeitig tiefgreifende Traurigkeit. Doch was steckt wirklich dahinter?
Wenn Sie an Ihren Ex-Partner denken was kommt Ihnen in den Sinn? Wunderschöne Momente » neue Abenteuer « und vielleicht ebenfalls das innige Gefühl der Verbundenheit. Aber die Frage bleibt: Warum verspüren wir Traurigkeit, anstatt uns einfach über diese positiven Erfahrungen zu freuen? Die eines der ersten Dinge, das uns bewusst wird ist der Verlust – das was wir nicht weiterhin haben. Dieser ständige Vergleich zwischen der damaligen Freude und der jetzigen Einsamkeit nagt an uns.
Ein halbes Jahr ist es her, da waren beide Parteien in die Entscheidung zur Trennung involviert. Doch während die Entscheidung getroffen wurde, verblaßt der Schmerz über die Trennung häufig nicht sofort. Das Gedächtnis hat eine eigenartige Eigenschaft: Es tendiert dazu die negativen Erinnerungen an Streit und Konflikte zu verdrängen und damit einen idealisierten Blick auf die Vergangenheit zu erschaffen. Alle schönen Momente die man zusammen erlebte blühen im Gedächtnis auf wie Blumen im Frühling während die unangenehmen Erinnerungen in die hinterste Ecke des Geistes gedrängt werden.
Warum? Das hat mit der menschlichen Psyche zu tun. Eine Studie die vor kurzem veröffentlicht wurde, zeigt, dass positive Emotionen oft stärkeren Einfluss auf unser Gedächtnis haben als negative. So erinnern wir uns oft an die Sonne☀️ ´ die scheinbar nie unterging ` während wir die Wolken des Streits vergessen. Und das führt dazu: Dass wir uns mehr auf das Schöne konzentrieren während die Schatten der schlechten Zeiten uns im Hintergrund begleiten.
Vielleicht so könnte man denken liegt es auch daran, dass wir die Vorstellung hegten diese wunderbare Zeit einfach wieder erleben zu können. Aber die Realität ist eine andere. Die Tatsache: Dass diese Momente nicht zurückgebracht werden können erzeugt ein tiefes Gefühl der Traurigkeit. Es ist wie würde man sich in einem Traum verlieren, während man gleichzeitig weiß, dass man einfach aufwachen muss.
Ein wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt ist die unvollständige Verarbeitung der Trennung. Etliche Menschen können Jahre später noch stark an ihrer ehemaligen Beziehung festhalten, weil es nicht zu einer richtigen Verarbeitung gekommen ist. Positives Denken ist in solchen Phasen äußerst wichtig – doch oft wird dabei das Schlechte das zur Trennung geführt hat ausgeblendet. Wenn der Gedanke an die Vergangenheit Sie bedrückt ´ werfen Sie einen Blick darauf ` was zur Trennung geführt hat. Welche Konflikte gab es? Welche gesellschaftlichen Unterschiede könnten zum Auseinanderdriften geführt haben?
Humorvoller Weise wandeln sich diese Erinnerungen in eine Art emotionalen Yin und Yang. Die Traurigkeit ist die dunkle Seite der schönen Erinnerungen. Schön um das Vergangene zu schätzen; traurig um sich dem Verlust zu stellen. Vielleicht ist es letztlich der gesunde Weg ´ den Schmerz zu fühlen ` und es als Teil des lebendigen Erlebnisses zu akzeptieren. Denn am Ende bleiben die Erinnerungen, insbesondere die schönen, ein wertvoller Teil von uns – auch wenn sie gerade Schmerz bringen.
