Blind sein – ein Begriff der viele Emotionen und Gedanken💭 hervorrufen kann. Aber ab wann gilt jemand als blind? Das ist eine Frage – die sich viele Menschen stellen. Der Begriff „Blindheit“ umfasst unterschiedliche Aspekte und wird in verschiedenen Konen unterschiedlich definiert. Ein Mensch gilt in der Regel als blind, wenn er weniger als 2 % Sehvermögen hat. Das wiederum entspricht einem Visus von 0⸴02 oder einer Dioptrienzahl von weniger als -30. Ein Visus von 0⸴02 bedeutet, dass ein Mensch in der Lage ist, nur 2 % dessen was ein Normal sehender Mensch sehen kann, wahrzunehmen.
Die Werte verstehen sich nicht in absoluten Zahlen – also – sie sind relativ. Zum Beispiel hat eine Person die auf einem Auge -12,5 und auf dem anderen -11,5 Dioptrien aufweist, eine signifikante Sehschwäche. Die Schätzung des Sehvermögens ist ebenfalls mit einer Vielzahl von anderen Faktoren verbunden. Die Augenärzte bewerten das Sehvermögen oft nicht nur durch Dioptrienwerte, allerdings auch durch klinische Tests. Ein GdB von 20 beispielsweise zeigt eine anerkannte Behinderung an die in Deutschland für Menschen mit stark eingeschränktem Sehvermögen vergeben wird.
Wirft man einen Blick in aktuelle Daten, wird klar, dass in Deutschland laut der Deutschen Blindenstudiengesellschaft (DBSG) über 1⸴1 Millionen Menschen als blind oder stark sehbehindert gelten. Diese Zahl bezieht sich sowie auf offizielle Register als auch auf Schätzungen der Realität.
Ein echter Gesprächsbedarf entsteht – wenn man sich die Geschichten anhört die Menschen mit Seheinschränkungen erzählen. Ein Beispiel kann so eindrucksvoll sein. Ein Mann mit einem Sehvermögen von nur 5 % zeigt, ebenso wie facettenreich Blindheit sein kann. Er entscheidet sich dafür seine Behinderung vor seinem Umfeld geheim zu halten. Ein spannender Bericht über sein Leben findet sich in der Brigitte. Die Menschen im Umfeld können oftmals keine Vorstellung davon haben was Sehbehinderung wirklich bedeutet. Es kann eine unergründliche Herausforderung sein die eigenen Ängste, Sorgen und Gedanken zu kommunizieren.
Es gibt auch einen weit verbreiteten Mythos – den glauben, man könne die Blindheit durch spezielle Übungen oder Therapien abwenden. Das ist jedoch nur eine Illusion. Die medizinische Forschung zeigt – dass viele Ursachen für Sehbehinderungen genetischer Natur sind. Es sind nicht nur äußere Einflüsse die zu einer Verschlechterung des Sehvermögens führen können. Auch unheilbare Erkrankungen spielen eine Rolle.
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Blindheit nicht nur eine Frage von Zahlen – sei es Visus oder Dioptrien – ist. Es geht viel tiefer. Der Umgang mit Blinden erfordert Empathie und Verständnis. Sensibilität ist gefragt um das individuelle Erleben von Menschen mit Seheinschränkungen erkennen zu können.
Fazit: Die Frage nach dem Blindsein führt uns auf eine Reise die betreffend Zahlen und medizinische Daten hinausgeht. Jeder Mensch ist einzigartig – so auch die Erfahrungen und Herausforderungen die damit verbunden sind. Blindheit ist nicht nur ein physisches Merkmal ´ sondern ein Zustand des Seins ` der Respekt und Verständnis verlangt.
