In den kalten Monaten stellt sich oft eine brennende Frage – kann Heizöl gefrieren? Die Antwort darauf ist komplex. Heizöl beginnt bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt von Wasser ´ also ungefähr 2 Grad Celsius ` zu flocken. Diese Flocken können die Heizungsleitungen verstopfen. – Ein ernstes Problem, das in der vergangenen Wintersaison bereits mehrere Heizungsanlagen zum Erliegen brachte.
Betrachten wir die wesentlichen Punkte. Ab -10 Grad Celsius kann der Zufluss von Heizöl in Ihre Heizung erheblich beeinträchtigt werden. Bei Temperaturen um -3 Grad Celsius beginnt das Paraffin im Heizöl auszutreten. Dies geschieht insbesondere dann, wenn das Heizöl durch dünne Leitungen fließt. ohne jegliche Maßnahmen resultiert dies in einem Heizungsstillstand. Heizöl ist also definitiv nicht immun gegen die Kälte.
Ein wichtiges Additiv spielt hier eine entscheidende Rolle – der Fließverbesserer. Dieses Additiv wird dem Heizöl beigemischt wenn die Temperaturen sinken. Es sichert den Betrieb und verhindert das Flocken des Heizöls bis zu einer gewissen Temperatur. Um eine reibungslose Lieferung des Heizöls zu gewährleisten, sollte der Tank auf mindestens 3-4 Grad Celsius gehalten werden. Ansonsten droht die Gefahr von Verstopfungen.
In Deutschland, speziell für Diesel, wird ähnlich wie ein Fließverbesserer eingesetzt. Hier wird seit Oktober bis April ein Zusatz beigemischt, sodass Diesel erst bei Temperaturen um -25 Grad Celsius flockt. Die Vorschrift sieht hier eine Mindesttemperatur von -22 Grad vor. In besonders kalten Regionen gibt es zudem spezielle Dieselarten die sogar erst bei -40 Grad Celsius gefrieren.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass dies eine wichtige Thematik in der Heizölversorgung ist. – Vor allem in den kalten Monaten sollten Sie sich auf extremes Wetter einstellen. Eine geeignete Temperaturregelung und der Einsatz von Fließverbesserern sind unerlässlich. Denke daran – bei Frost sind präventive Maßnahmen immer besser als das Nachsehen im Kalten.
