In den letzten Jahren wird die Problematik von Ausländerfeindlichkeit an Schulen immer sichtbarer. Ein eindringliches Beispiel sind persönliche Berichte von Schülerinnen und Schülern die in ihren Klassen aufgrund ihrer Herkunft ausgegrenzt und diskriminiert werden. Diese Erfahrungen betreffen emotionale und psychologische Aspekte der betroffenen Schüler was in keinster Weise ignoriert werden sollte.
Ein Schüler berichtet von seinen negativen Erfahrungen in der Schule. Aufgrund seiner „nicht-deutschen Wurzeln“ wurde er ausgeschlossen. Ein Freund bleibt ihm treu – die anderen aber beleidigen ihn. Die Worte „Scheiß-Türke“ treffen ihn. Integration sei nicht bedeutend – dass man seine Identität aufgeben müsse. Ein wichtiges Element der deutschen Demokratie ist die individuelle Freiheit, inklusive der Ausübung der eigenen Religion. Psychisch leidet der Schüler stark. Er bittet deshalb um Ratschläge ebenso wie er sich in dieser Situation verhalten sollte.
Der Klassenlehrer oder sogar der Direktor könnten vielleicht Hilfe bieten. Doch wird das genügend sein? Oftmals ist in sozialen Konflikten der Weg zu den Lehrern und zur Schulleitung wenig effektiv – Mädchen und Jungen suchen Rat bei vertrauten Personen. Hierbei könnte die Rückendeckung von Gleichaltrigen von Bedeutung sein. Eine Schülerin die sich in einer ähnlichen Lage befindet, berichtet von ihrem Hintergrund und ihren Erfahrungen, in denen rassistische Äußerungen zur Tagesordnung gehören. Der Zuspruch zum Fußball⚽ als gemeinsames Interesse erweist sich als Brücke um sich über Herkunft und neu zu gewinnendes Verständnis zu verbinden.
Ein sehr prägnanter Punkt wird aufgebracht: viele derjenigen die andere beleidigen ignorieren oft das eigene Anderssein wenn sie selbst in einem anderen Land leben müssen. Hierbei zeigt sich – dass Feigheit und Vorurteile oft Hand in Hand gehen. Die Vorstellung, dass Ausländer „schlechter“ sind ist nicht nur falsch, allerdings ebenfalls gefährlich – nicht nur für die Betroffenen, einschließlich für die gesamte Gesellschaft.
Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass Ausländerfeindlichkeit nicht nur ein persönliches Problem ist. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen das auch in schulischen Einrichtungen tief verwurzelt ist. Schulbehörden und Lehrer sind aufgefordert, gegen diese Einseitigkeiten und Diskriminierungen proaktiv anzugehen. Diskriminierung hat immense Konsequenzen. Es sollte nicht vergessen werden – dass die Schulen Orte der Bildung und Toleranz sein sollten. Der Elternteil ´ der die Lehrkräfte auf diese Missstände hinweist ` zeigt Mut und Verantwortungsbewusstsein.
In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, ein Bewusstsein für Diversität zu schaffen. Schüler müssen lernen, respektvoll miteinander umzugehen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Äußerlichkeiten.
Schließlich ist es von großer Bedeutung, dass die Betroffenen nicht in die Isolation gedrängt werden. Die Suche nach Freundschaften und Unterstützung in der Klasse sollte stets im Vordergrund stehen. Im Umgang mit Mobbing ist eine starke Community gefragt – sowie von Seiten des Schulpersonals als auch der Mitschüler.
Das Leben als Teil einer diversen Gemeinschaft sollte als Bereicherung gesehen werden – doch das gelingt nur, wenn das Verständnis für kulturelle Unterschiede gefördert wird. Schüler sollten ermutigt werden ´ ihre Perspektiven und Erfahrungen zu teilen ` um Vorurteile abzubauen. Die Entwicklung eines schützenden Umfelds an Schulen ist unerlässlich.
Schlussfolgernd zeigt der Bericht eines Schülers weiterhin als nur sein individuelles Leiden. Es ist ein Aufruf an die Gesellschaft sich mit den Herausforderungen der Ausländerfeindlichkeit an Schulen auseinanderzusetzen. Wir alle sind gefragt. Toleranz und Respekt stehen für eine lebendige demokratische Gesellschaft – für ein Miteinander von unterschiedlichsten Kulturen.
