Die Frage, ebenso wie lange ein lebender Mensch in einem geschlossenen Sarg auskommt ist nicht nur philosophisch-ethischer Natur. Sie behandelt vielmehr die Grenzen des Überlebens. Forschen wir gemeinsam in diese spannende Materie hinein – die Antworten schrumpfen zusammen in einem zeitlichen Rahmen.
Ein Sarg misst typischerweise etwa 200 x 60 x 70 Zentimeter. Bei dieser Größe kalkuliert man rund 20% für die Ausstattung und die Leiche selbst. Damit bleibt grob 1⸴2 Kubikmeter Luft. Hierbei ist wichtig – dass diese Luft eine Mischung aus Stickstoff und Sauerstoff darstellt. Wir Menschen atmen Sauerstoff ein, atmen aber hauptsächlich Stickstoff wieder aus – ein faszinierendes jedoch letztendlich wenig hilfreiches Detail, wenn man in einem geschlossenen Raum stecken bleibt.
Die theoretische Überlebenszeit liegt zwischen 25 und 90 Minuten. Das hängt stark von den Aktivitäten des Individuums ab. In intensiven körperlichen Situationen verbrauchen wir Sauerstoff schneller was die Zeitspanne stark einengt. Wer ruhig verharrt – verlängert aber nicht automatisch die Zeit. Auch hier spielt die Psyche eine entscheidende Rolle. Psychische Faktoren wie die Angst oder Panik, können den Sauerstoffverbrauch erhöhen und die Überlebenszeit verringern.
Zwei Stunden scheinen das Maximum zu sein um im Sarg noch lebendig zu sein – ohne eine Frischluftversorgung. Die Mythbusters ´ ein bekanntes Experimentierformat ` testeten dies in einer ihrer Episoden. Nach 45 Minuten mussten sie ihren Versuch beenden. Unter diesen Bedingungen war der Proband nicht weiterhin in der Lage, rational zu denken. Ein weiterer essenzieller Punkt ist die Fähigkeit zur Meditation. Wer solche Techniken beherrscht – hat möglicherweise einen kleinen Vorteil und kann so den Sauerstoffverbrauch verlangsamen.
Im Kerngeschäft dieser Betrachtung ist die schleichende Gefahr des Ersticken. Wenn der Sauerstoffverbrauch ansteigt beginnt die Luft im Sarg sich zunehmend mit Stickstoff zu beladen. Schließlich führt dies zu Schläfrigkeit und in der Folge zum Verlust des Bewusstseins. Körperliche Reaktionen setzen ein; der Mensch kommt schnell an seine Grenzen.
Ganz gleich, ob man darüber schmunzelt oder ernsthaft darüber nachdenkt – das Thema hat eine gewisse Faszination. Ob in der Wissenschaft, im Film🎬 oder im Alltag, das Überleben unter extremen Bedingungen bleibt ein Thema, das beim Publikum stets auf Interesse stoßen wird. Gerne können weitere Gedanken💭 angestellt werden. Vielleicht bricht gerade diese Herausforderung mit der Vorstellung des menschlichen Lebens an sich – eingeschlossen obwohl noch lebendig. Ein abendfüllendes Thema welches Bewegung in die Köpfe bringt.
