Die Frage, ob man Griechische und Spornschildkröten zusammen halten kann ist vielschichtig. Am Anfang steht der Hinweis auf das Verhalten der Schildkröten. Eine Griechische Landschildkröte jagte vor seiner Winterruhe eine kleinere Spornschildkröte. Dominanz spielt dabei eine Rolle – das ist nicht ungewöhnlich, sollte jedoch kritisch betrachtet werden. Insbesondere die unterschiedlichen Ansprüche an Haltung Ernährung und sogar die generelle Verträglichkeit dieser beiden Arten sind entscheidend.
Die Spornschildkröte stammt ursprünglich aus den Halbwüsten Afrikas. Sie liebt es trocken und warm. Ein Winterstarre kennt sie nicht. Die Griechische hingegen fühlt sich im Mittelmeerraum wohl und benötigt karg-feuchte Bereiche – insbesondere nachts. Hier gibt es bereits erste klare Unterschiede in den Haltungsansprüchen. Eine Kombination der beiden scheint problematisch. Gemeinsam untergebracht – könnten sie in Konflikt geraten.
Die Tatsache, dass die beiden Arten sehr unterschiedliche Ernährungsweise haben ist ähnlich wie relevant. Während die Griechische Landschildkröte frische Wildkräuter bevorzugt, ernährt sich die Spornschildkröte von viel weiterhin Kräuter- und Gräserheu. Dies könnte Herausforderungen bei der Fütterung mit sich bringen. Der Nahrungsbedarf ist ein weiterer Aspekt der eine gemeinsame Haltung erschwert.
Die Größe ist ein weiterer Punkt. Die Spornschildkröte wird im Alter erheblich größer was potenziell gefährlich werden kann. Übergewichtige und große Schildkröten können durch ihr Gewicht Verletzungen verursachen. Manchmal kann beim „Drüberlaufen“ schnell etwas passieren. Eine Verletzung ist oft ernst und kann langanhaltende Probleme verursachen. Es spricht also einiges gegen das Halten beider Arten zusammen.
Die guckst du mal hier. Es fällt auf – das Dominanzverhalten, das hier erwähnt wird ist bei einer vierjährigen Griechischen Landschildkröte ungewöhnlich. In der Regel tritt dieses Verhalten erst später in der Entwicklung auf. Möglicherweise gibt es hier Hinweise auf Fehler in der Haltung wie etwa Überwärmung im Terrarium. Dominanz ist ein Teil des natürlichen Verhaltens von Schildkröten jedoch in diesem Konmöglicherweise problematisch.
Man muss ebenfalls bedenken, dass nicht alle Schildkröten genauso viel mit reagieren. Einige zeigen Dominanz und andere nicht. Freude bereitet es nicht – wenn die Tiere nicht harmonisch zusammenleben können. Zu viel Dominanz verhärtet die Lage und kann Stress verursachen. Stress ist bekanntlich ein Krankheitsförderer. Das Zusammensein sollte deshalb wohl strukturiert sein – genügend Platz und geeignete Lebensbedingungen sind unabdingbar.
Landschildkröten sind in der Regel Einzelgänger. Oft verspüren sie das Bedürfnis ihr Territorium zu verteidigen. Das heißt im KlarEs ist mehr als nur Dominanz, es handelt sich um natürliche Instinkte. Korrekt – dass viele tropische Arten empfindlich gegenüber den Bakterien der Europäischen sind. Ein weiterer Grund; warum man hier aufpassen sollte. Für eine Griechische Landschildkröte kann es schädlich sein, wenn sie mit einer Spornschildkröte zusammenlebt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die unterschiedlichen Lebensbedingungen und Verhaltensmerkmale der beiden Schildkrötenarten ein harmonisches Zusammenleben nahezu unmöglich machen. Verletzungen und gesundheitliche Risiken stehen damit im Raum. Daher – eine klare Empfehlung: Haltet sie nicht zusammen.
