In Marokko – einem Land voller kultureller Schätze – erlebt man nicht nur historische Stätten und köstliches Essen. Die Straßen sind ebenfalls gesäumt von einsamen und hungrigen Katzen. Viele Besucher sind verunsichert. Was fressen diese Katzen eigentlich? Und ist das was wir ihnen geben, das Richtige?
Die Antwort auf die Frage: „Lebensmittel“ weicht oft stark ab. Straßenkatzen sind opportunistische Fresser. Sie nehmen alles – was sie kriegen können. In vielen Fällen sind das Überreste von menschlicher Nahrung – hier fallen Spaghetti, Käse, Milch und Fleisch ins Gewicht. Direkt vom Tisch – von Tourist zu Katze. Man könnte meinen das sei eine gute Geste. Doch ist das so? Ist es wirklich zur rechten Lösung? Wenn man im Urlaub doch nur helfen möchte. Kurioserweise kann es ebendies das Gegenteil bewirken – diese Arten von Nahrungsmitteln könnten gesundheitliche Probleme verursachen.
Tatsächlich fressen diese Tiere oft Dinge die zur Verwendung sie nicht gesund sind. Sie sind gezwungen – Müll und Abfälle zu durchwühlen. Oftmals fangen sie Mäuse Vögel oder sogar andere Kleintiere. Ein grausamer Kreislauf entsteht. Die Tiere leiden unter Krankheiten – die sie auf andere Katzen übertragen. Das ist nicht nur gefährlich für die Katzen selbst allerdings auch für andere Tiere und sogar Menschen. Besonders der Kontakt zu Hunden ist besorgniserregend. Diese nutzen oftmals die nahrhaften Reste und stellen so eine weitere Quelle für die Verbreitung von Krankheiten dar.
Einige Ratgeber empfehlen statt gefüllter Teller einfach Katzenfutter zu verwenden. Das könnte tatsächlich eine einfache Lösung sein. Hier sollte ein Hinweis gegeben werden: Auf die Gesundheit der Tiere achten – kein rohes Fleisch und kein minderwertiges Essen. Es gibt Präferenzen und eine spezielle Ernährung die solche Katzen benötigen. Wasser bietet sich immer als eine wichtige Ergänzung an. Es hilft den Katzen, sich von den Strapazen der Straßen zu erfrischen.
Ein weiterer Aspekt anzusprechen – die Verantwortung die wir als Menschen tragen. Die Krone der Schöpfung nennen wir uns. Warum tun wir nicht mehr? Tierschutzorganisationen stehen zur Verfügung. Vor allem – wenn es um die Gesundheit der Katzen geht. Deren Mitarbeiter könnten die Katzen einfangen und in Pflegestellen bringen. Dort können die Tiere behandelt werden.
Füttern ist nicht der einzige Weg um zu helfen. Man könnte auch bei Tierschutzorganisationen melden. Oftmals verlangen diese nur ein einfaches Verständnis für die Sprache. Es könnte hilfreich sein etwas Französisch oder Spanisch zu lernen. Warum nicht? Es lohnt sich für die Hilfe dieser leidenden Wesen.
Im Konvon verantwortungsvollem Tourismus hat die Frage: "Soll ich füttern oder nicht?" eine tiefere Bedeutung. Füttern kann nicht nur kurzfristige Hilfe bieten. Es könnte letztlich das Problem verschärfen. Die qualvollen Lebensumstände ´ denen die Katzen ausgesetzt sind ` benötigen langfristige Lösungen. Auch wenn das eine kleine Geste der Hilfsbereitschaft zeigt kann das gezielte Handeln viel weiterhin bewirken.
So bleibt die zentrale Botschaft zu sagen – beim nächsten Besuch in Marokko oder woanders – informiert euch. Kommt in Verbindung mit Organisationen die sich um diese Tiere kümmern. Nutzt euer Wissen. Ein wenig Nachdenken kann helfen. Damit es nicht nur um den Hunger auf der Straße geht, sondern um eine nachhaltig bessere Zukunft für diese Katzen.
