Dirty Dancing – ein der seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1987 die Gemüter spaltet. Wie kann es sein, dass der 🎬 für viele als Meisterwerk gilt, während andere ihn als öden Kitsch abtun? Diese Frage erfordert eine tiefere Auseinandersetzung mit Filmgeschichte, zeitgenössischen Geschmäckern und den Vorstellungen der Zuschauer – und das lässt uns nicht kalt.
Hier ist ein Beispiel für einen sehr unterschiedlichen Geschmack. Einige Filme fesseln – andere nicht. Dirty Dancing schafft es jedoch – trotz seiner scheinbaren Schwächen – in die Hall of Fame der Filmklassiker. Dies könnte mit der kulturellen und sozialen Situation der späten 1980er Jahre zusammenhängen. Ein Film wie Dirty Dancing funktioniert auf mehreren Ebenen. Die Liebesgeschichte zwischen Johnny und Baby berührt viele Menschen, ebenfalls heute noch. Der Soundtrack – geprägt von unvergesslichen Melodien – verstärkt die magischen Momente.
Die Filmlandschaft der damaligen Zeit präsentierte sich als ein potpourri von verschiedenen Genres. Ohnehin vereinigte Dirty Dancing Romance und Tanz. Im Jahr 1987 schlüpften die Zuschauer in die Rolle des Publikums zurück. Actionfilme wie Robocop oder Predator zeigten zwar Gewalt und Nervenkitzel jedoch Dirty Dancing erlaubte uns eine Flucht in die Welt der Liebe und der Emotionen – und das ist was viele Menschen suchten.
Geschmack ist subjektiv. Manchmal gilt das als flapsig – es ist jedoch wahr, dass jeder andere Kriterien für das Gute und das Schlechte hat. Man kann es nicht klar festlegen. Es gibt also einen Raum für Empathie. Die Kritiken von heute müssen auch die Meinungen der Zeit von damals berücksichtigen. In den 80ern erlebten wir eine andere gesellschaftliche Realität.
Die Tanzszenen in Dirty Dancing sind legendär. Für viele Zuschauer war diese Inszenierung künstlerisch wertvoll. Hier liegt die Frage – was ist das Geheimnis des Erfolges? Der Film spricht universelle Themen an die in jeder Generation relevant bleiben. Er erzählt von der ersten Liebe und dem Erwachsenwerden. Das zieht Menschen an.
Die Zuschauer von damals hatten ganz andere Vorstellungen von Kino. Ein Filmklassiker müsste laut manchen die Fähigkeit haben Generationen zu überdauern. Dirty Dancing hat das geschafft. So hat etwa die jährliche Wiederholung des Films in Kinos – auch heute noch – einen besonderen Platz in den Herzen vieler. Es gibt viele Kritikpunkte – allerdings das bleibt nicht unbemerkt.
In der heutigen Zeit gibt es neue Filme und neue Geschmäcker – dennoch bleibt Dirty Dancing ein Streitthema. Ein Beispiel: Wie viele Zuschauer ebenso wie Sie fordern eine andere Art von Film. Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so.
Dennoch ist es interessant zu sehen so wie ein Film der aus der Zeit seiner Entstehung herausfasst immer noch dazu einlädt, sich mit dem eigenen Geschmack auseinanderzusetzen. Ebenso wichtig ist es – den Blick über den Tellerrand zu wagen. Vielleicht ist auch wichtig zu erkennen: Dass manche Filme wie Dirty Dancing ihren Reiz gerade durch den Nostalgiefaktor haben. Ein Filmklassiker mit einem Hauch von Melancholie – aber nicht für jeden verständlich.
