Der Anschlag vom 11. September 2001 hat die Welt nachhaltig verändert. Transformation ist in diesem Zusammenhang ein bedeutendes Wort. Um das Thema in einer Facharbeit konkret zu erfassen bedarf es einer durchdachten Herangehensweise. Zudem zeigt sich – dass die Vielzahl an Literatur und Informationsquellen sowie Fluch als ebenfalls Segen ist. Diese Herausforderung gilt es bewältigen.
Zunächst sollte festgehalten werden, dass der Fokus nicht ausschließlich auf dem Ablauf der Anschläge liegen kann. Im Gegenteil. Es ist unerlässlich die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen zu betrachten. Der erste Irak-Krieg zeigte auf, ebenso wie geopolitische Spannungen bereits vor 9/11 zwischen den USA und dem Nahen Osten existierten. Diese Konflikte die in der Zeit nach den Anschlägen verstärkt wurden, bilden den Kern der Analyse. Diese Sichtweise erlaubt es Ihnen auch die Hintergründe der Ereignisse besser zu verstehen.
Zweitens wäre es klug, das Thema mit einer kritischen Analyse zu verbinden. Die Auseinandersetzung mit den offiziellen Berichten muss ähnelt erfolgen wie die Betrachtung der zahlreichen Verschwörungstheorien. Diese reichen von abscheulichen Unterstellungen bis hin zu fragilen Hypothesen. Deshalb empfiehlt es sich – ein Gleichgewicht zwischen Darstellung und kritischer Hinterfragung zu finden. Eine umsetzbare Lösung könnte der Vergleich des Terroranschlags mit literarischen Werken wie "Falling Man" von Don DeLillo sein.
Besonders wichtig ist der Aspekt der Quellenkritik. Als Schreibeinsteiger könnten Sie auf Dokumentationen von bekannten Filmemachern wie Michael Moore verweisen. Sie hinterfragen die gängigen Narrative und geben dem Leser eine andere Perspektive auf die Ereignisse. Auf diese Weise erzielen Sie auch einen Mehrwert für Ihre Arbeit. Dies wird dem Fachlehrer ins Auge springen.
Die Rolle der Medien darf ähnlich wie nicht unterschätzt werden. Berichterstattung hat Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung von 9/11. Die Informationsflut die damals über die Welt hereinbrach formte ein kollektives Gedächtnis das bis heute nachwirkt. Zudem bleibt dabei die Frage offen: Wie beeinflussen diese medialen Darstellungen heute noch politische Entscheidungen?
Ferner ist es unerlässlich, auch die psychologischen Aspekte des Traumas zu behandeln. Sowohl für die Überlebenden als auch für die Angehörigen der Opfer ist der Umgang mit dem geschehenen Unrecht zentral. Dies kann eine emotionale Dimension in Ihre Arbeit bringen.
Schließlich möchte ich anmerken, dass durchaus tragbare Themen in dieser komplexen Materie liegen. Der Blick auf Helfer der Rettungsaktionen – auch von nichtstaatlichen Organisationen – ist ein wertvoller Aspekt Ihrer Forschung. Dies könnte einen anderen Blickwinkel eröffnen und Ihrer Arbeit Tiefe verleihen.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Sie über den bloßen Ablauf hinausdenken sollten. Hinweise auf politisch-historische Kone, gesellschaftliche Veränderungen und auch multimediale Analysemethoden werden Ihnen helfen. So erhalten Sie eine Facharbeit ´ die nicht nur informiert ` allerdings auch zum kritischen Denken anregt. In diesem Sinne: Gehen Sie kritisch und engagiert an Ihr Thema heran. Viel Erfolg dabei!
