Kalkputz erfreut sich großer Beliebtheit in der Renovierung von älteren Gebäuden. Gleichzeitig sind aber viele Fragen offen. Besonders die Wahl des richtigen Untergrunds stellt eine häufige Herausforderung dar. Die Verwendung von Kalkputz ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. Auch die baulichen Gegebenheiten spielen eine entscheidende Rolle. Viele DIY-Enthusiasten stehen vor der Frage: Was muss beachtet werden, bevor Kalkputz aufgetragen wird?
Erstens ist zu beachten, dass Kalkputz nicht einfach auf jeder Oberfläche haftet. Das Prinzip bleibt: Geeignete Untergründe sind Voraussetzung für eine optimale Haftung. Im Badezimmer wo die Wände oft mit imprägnierten Rigipsplatten verkleidet sind stellt sich die Frage ob Kalkputz überhaupt sinnvoll ist. Zu sagen wäre: An dieser Stelle ist Vorsicht geboten. Imprägnierte Rigipsplatten bieten nicht die idealen Eigenschaften um mit Kalkputz behandelt zu werden. Kalkputz sollte eine Dicke von mindestens 1⸴5 cm aufweisen um seine Funktionalität in Bezug auf die Luftfeuchtigkeit zu erfüllen. Es ist deshalb ratsam – alternative Putze in feuchten Räumen zu verwenden.
Ein weiteres häufiges Anliegen betrifft das Auftragen von Kalkputz auf bestehendem Rauhputz. Vor allem bei größeren Löchern die durch Elektroinstallationen entstanden sind, stellt sich Fragen. Die Antwort? Ja diese Löcher müssen vor dem Verputzen gefüllt werden. Dafür eignet sich Haftputz oder Mörtel. So wird eine stabile Basis für den darauf folgenden Kalkputz geschaffen. Nicht nur der sichtbare Zustand – allerdings ebenfalls die langfristige Haltbarkeit der Wände steht auf dem Spiel. Ein Entputz schützt vor Feuchtigkeit sollte aber immer diffusionsoffen sein.
Die Wahl von Baumaterialien ist entscheidend. Baumärkte sind oft teurer als Baustoffhändler die meist auch über fachkundige Berater verfügen. Die Vielfalt an Optionen und die Beratung helfen die beste Lösung für Ihr Projekt zu finden. Diese Investition zahlt sich langfristig aus.
Ein Aspekt der oft übersehen wird ist das Thema Schimmel. Kalkputz unterstützt zwar bei der Regulierung von Feuchtigkeit trotzdem darf er in feuchten Räumen ´ ebenso wie dem Badezimmer ` nicht überbewertet werden. Bei falscher Anwendung könnte die Gefahr von Schimmelbildung bestehen. Holen Sie sich Ratschläge von Fachleuten ein um auch die gesundheitlichen Risiken zu minimieren.
Eine weitere Überlegung sollte ins Auge gefasst werden: Der Einsatz von Kalkputz auf abgehängten Decken. Hierbei muss der Untergrund stabil sein und die Beschaffenheit der Balken muss stimmen. Kalkputze können zwar auf alten Putzen aufgebracht werden jedoch oft lohnt sich das Entfernen des alten Putzes mehr. Kosmetik hilft nicht langfristig weiter. Anstatt nur die Oberfläche zu behandeln sollte eine fundierte Renovierung angestrebt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Arbeit mit Kalkputz einige Herausforderungen mit sich bringt. Ein sorgfältiger Umgang mit dem Untergrund ist von größter Bedeutung. Wer sich die Mühe macht sollte die Beständigkeit und Funktionalität nicht vernachlässigen. Schließlich zahlt sich die Investition in gute Materialien und fachliche Beratung aus. Die Frage des Untergrunds bleibt ein zentraler Punkt in der Planung und Ausführung, wenn es um die Verwendung von Kalkputz geht.
