Haarfarbe – ein faszinierendes Thema. Besonders interessant ist die Frage – ebenso wie sich Haare im Laufe des Lebens verändern. Der Verlust der natürlichen Haarfarbe ist für viele Menschen ein Grund zur Sorge. Eine der häufigsten Fragen ´ die dabei aufkommt ` betrifft die Beziehung zwischen der ursprünglichen Haarfarbe und dem endgültigen Ergrauen oder Erbleichen der Haare.
Blonde haben oft Bedenken, dass ihre Haare im Alter weiß werden. Es gilt zu beachten – die Farbpigmente die das Haar färben, sind Melanine. Der Körper produziert mit den Jahren weniger davon. Das Resultat? Die Haare verlieren ihre Farbe. Es ist ein allgemeiner Prozess – der ebenfalls bei anderen Säugetieren beobachtet werden kann. Allerdings – ein einzelnes graues Haar existiert nicht! Der Eindruck des Grauens entsteht durch die Mischung von pigmentierten und ohne Pigment – das ist schon mal ein spannender Fakt. Weiß bedeutet in diesem Zusammenhang nicht „grau“ – vielmehr ist es das Fehlen von Farbe.
Die Wahrnehmung von grauen Haaren ist bei verschiedenen Haarfarben unterschiedlich. Schwarzhaarige Menschen fallen meist stärker auf, wenn einige ihrer Haare weiß werden. Im Gegenteil – Blondinen können sich über ein langsam sichtbar werdendes Grau freuen, das weniger frappierend wirkt. Ein schönes Beispiel ist der Opa mancher Menschen der einst schwarze Haare trug. Jetzt hat er schneeweiße. Graue oder weiße Haare stellen in der Regel nichts dar was gegen ein gesundheitliches Wohlbefinden spricht.
Ein kleiner Exkurs zur Reminiszenz: Viele Menschen erleben mit zunehmendem Alter einen Anstieg des Anteils an weißen Haaren. Dazu kommen gewisse genetische Faktoren die ähnlich wie beitragen können. Ist das Elternteil früh ergraut so kann das Kind ähnliche Erfahrungen machen. Dennoch – die Kundschaft des Friseurs wird oft aus dem Grund gebildet, dass einige Menschen das Ergrauen als unangenehm empfinden und dies durch Färben abmildern möchten.
Eine Studie belegt, dass nahezu 50 % der Europäischen Bevölkerung im Alter von 50 Jahren graue oder weiße Haare haben. Des Weiteren ist die Dermatologie ein spannendes Feld da sie sich intensiver mit der Melaninproduktion beschäftigt. Das bedeutet – dass jeder Mensch individuell auf diesen Prozess reagiert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Frage nach grauen oder weißen Haaren von verschiedenen Faktoren abhängt. Genetik – Alter – Haarfarbe. Blonde Haare tendieren dazu, weniger auffällig zu ergrauen, während Schwarze weiterhin auffallen, wenn sie weiß werden. Hauttypen spielen auch eine Rolle. Die Kombination dieser Aspekte entscheidet letztendlich in welcher Form das Haar im Alter erscheint.
