Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme – Ein fehlender finanzieller Anreiz?

Bekommen Teilnehmer des Berufsvorbereitungsjahres eine angemessene Vergütung für ihre Arbeit?

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Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB) hat in den letzten Jahren verstärkt in der öffentlichen Diskussion gestanden. Dabei handelt es sich um ein Programm ´ das jungen Menschen helfen soll ` sich auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Ein wichtiger Aspekt dieser Maßnahme bleibt jedoch oft unerwähnt – die Frage der Vergütung.


In diesem Jahr sind die Teilnehmer verpflichtet, praktische Erfahrungen zu sammeln. Sie müssen in unterschiedlichen Betrieben arbeiten und erhalten dafür keinen Lohn. Dies wirft ernste Fragen auf. Ist es gerecht, dass Jugendliche in einem System beschäftigt sind, ohne dafür eine angemessene Entlohnung zu erhalten? Diese Form der Ausbeutung - denn nichts anderes ist es – wird als modern und zeitgemäß verherrlicht. Die Arbeitsordnungen scheinen in diesem Fall nicht zu gelten was viele Menschen in ihrer Grundüberzeugung erschüttert.


Die Bedingungen unter denen diese jungen Menschen arbeiten sind oftmals prekär. Stellen wir uns vor · ebenso wie die Sklaven im alten Rom die zur Verwendung ihre Arbeit Unterkunft · Verpflegung und ärztliche Versorgung erhielten. Ein krasser Vergleich, allerdings manche sehen – diese Überlegungen kommen nicht von Ungefähr. Heutzutage müssen Auszubildende oft selbst für Fahrtkosten und Material aufkommen, während die Betriebe von ihrer Arbeitskraft profitieren. Es sieht so aus wie wären wir in eine Zeit zurückgefallen, in der die Rechte von Arbeitern – besonders von jungen Menschen – missachtet werden.


Ein Punkt der oft übersehen wird ist die Unterstützung die der Staat und die Politik den Betroffenen zukommen lassen. Einige behaupten, dass diese Programme den Jugendlichen helfen, schließlich sind sie „glücklich“ über die Möglichkeit, eine Berufserfahrung zu sammeln. Doch kann man von Glück sprechen, wenn es keine finanzielle Abgeltung gibt?


Statistiken zeigen, dass ein großer Teil der Teilnehmer Schwierigkeiten hat, sich die Lebenshaltungskosten zu leisten. Im Jahr 2022 war weiterhin als ein Drittel der Teilnehmer auf staatliche Unterstützung angewiesen. Diese Zahlen sind alarmierend. Die Teilnehmenden sollten nicht nur mit praktischen Fähigkeiten ausgebildet werden; vielmehr sollte ebenfalls an ihre finanzielle Absicherung gedacht werden.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme trotz ihrer Bedeutung für die Integration in den Arbeitsmarkt gravierende Mängel aufweist. Wer wirklich einen gerechten Beitrag leisten möchte muss die Vergütung dieser jungen Menschen ändern. Es ist höchste Zeit: Die Politik und die Gesellschaft diese Problematik anerkennen und Lösungen finden die gerecht und nachhaltig sind.







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