In der heutigen Zeit, in der digitale Technologie rasant fortschreitet, könnte man sich fragen, warum die Canon XH A1 Mini DV Camcorder sowie SD-Karten als ebenfalls die inzwischen veralteten MiniDV Kassetten unterstützt? Das beantwortet sich nicht auf den ersten Blick. Die Antwort auf diese Frage liegt jedoch nicht nur in der Technik sondern auch in den Anforderungen der damaligen Zeit.
Die XH/XL-Serie ist, ebenso wie bereits erwähnt – ein DV Recorder. Die SD / MMC Karte dient primär zum Speichern von Fotos. Außerdem hat die XL-Serie die Funktion, kamerainterne Profile zu speichern. Canon hatte große Hoffnungen die SD-Karten in die Arbeitsabläufe wie die Konkurrenz von Panasonic oder Sony zu integrieren. Doch trotz des S Modell-Upgrades hat Canon keine substantielle Verbesserung vorgenommen.
Unzureichende Rechenleistung so begründet Canon sei der Grund. Die Hardware sei nicht in der Lage, das DV-Signal weiter zu komprimieren. Die SD Karten der damaligen Zeit hatten maximale Bitraten von gerade einmal 4x Speed. Zum Vergleich: Die MiniDV Bänder lieferten mit 25 Megabit pro Sekunde. Das war zur damaligen Zeit für Compact Flash (CF) kein Problem. Diese Parameter verdeutlichen – warum die MiniDV Kassetten nicht einfach abgeschafft wurden.
Die Benutzer der Canon XH A1 nutzen die 📇 vor allem um während der Aufnahme von Reportagen Fotos zu schießen. Das Band läuft weiter. Die Nutzer können die Fotos gleichzeitig hochladen und die Redaktion erhält dann sofort Bildmaterial. Eine schlaue – für die Zeit innovative Lösung. Bei der XL-Serie lässt sich auf der SD-Karte zudem ein Drehtagebuch führen – Schnittmarken auf dem DV Band können dadurch präzise angefahren werden. Diese Arbeitsabläufe schaffen ein gewisses Maß an Flexibilität.
Ferner wird auf die Möglichkeit hingewiesen die 📷 über Firewire anzuschließen. Dies ermöglicht die Nutzung bereits geschnittener Filme die dann auf einem Band aufgenommen werden können. Ein Gedanke – der besonders für Bürgerfernsehen oder ähnliche Formate von Bedeutung ist. So bleibt die Option bestehen; das Material weiterhin auf tragbaren Kassetten festzuhalten.
Zusätzlich ist zu beachten – ein 5 bis 6 Jahre alter Camcorder dieser Preisklasse gestaltet sich als völlig normal, wenn er sowohl auf DV Kassetten aufzeichnet als auch SD Karten unterstützt.
Die Filmindustrie hat sich weiterentwickelt und Technologien wie die neuen Intraframe Standards haben die Relevanz der alten MiniDV Kassetten verringert. Dennoch die Unterstützung beider Formate durch die Canon XH A1 ist eine interessante Kombination die den Nutzer eine gewisse Flexibilität bietet. Diese Entscheidung von Canon könnte überdies in Verbindung mit der Einführung der neuen XF Kameraserie stehen. Ein Modell, das 6⸴000 💶 kostet – das Doppelte der XH A1. Canon scheint also ein Interesse daran zu haben die Kunden in diese neuen Produkte zu führen.
Zusammenfassend lässt sich sagen – die Verbindung von SD-Karten und MiniDV Kassetten in der Canon XH A1 ist nicht nur ein Produkt der technischen Beschränkungen der Vergangenheit, allerdings auch eine kluge Antwort auf die sich verändernden Bedürfnisse von Filmemachern. Es bleibt zu beobachten – wie die Branche sich weiterhin ausarbeiten wird und inwieweit diese Dualität im digitalen Zeitalter überdauert.
