Pferdehaltung im Alltag: Wie oft ist das Stallbesuch notwendig?

Muss man als Pferdebesitzer jeden Tag zum Stall fahren, um das Tier angemessen zu pflegen?

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Der Besitz eines Pferdes erfordert eine klare Planung. Die Frage ist spannend und komplex. Sind tägliche Besuche im Stall wirklich notwendig? Es hängt von verschiedenen Faktoren ab – der Art der Unterbringung ist entscheidend. Pferde benötigen Pflege Futter und vor allem Bewegung. Eine zentrale Rolle spielt die Stallform. Was also, wenn du nur an 4 oder 5 Tagen der Woche Zeit hast?


Die Grundbedürfnisse eines Pferdes stellt niemand in Frage. Füttern und Wasser sind essenziell. Ausmisten gehört ähnlich wie dazu. Es ist klar – dass eine tägliche Versorgung notwendig ist. Bei einer Voll- oder Halbpension kann es jedoch zu Entlastungen kommen. In solchen Stallkonzepten kann das Stallpersonal Aufgaben übernehmen. Deine Abwesenheit ist dann häufig weniger problematisch.


Die Physiologie des Pferdes spielt ebenfalls eine Rolle. Ein Pferd ´ das auf Weiden oder im Paddock lebt ` benötigt nicht unbedingt jeden Tag intensive Bewegung. Die Bewegung hängt vom Pferd seiner Rasse und Gemütsverfassung ab. Es ist nicht zwingend erforderlich – täglich ausreiten zu gehen. Bodenarbeit oder entspannte Spaziergänge sind ebenfalls Formen der Bewegung. Bodenarbeit ist vor allem für jüngere Pferde wichtig.


Ein Pferd das in einer Box gehalten wird hat allerdings andere Bedürfnisse. Diese Art der Haltung verlangt regelmäßige Bewegung. Es ist nicht akzeptabel – ein Pferd über längere Zeit in einer Box zu belassen. Tägliche Ausritte sind also weiterhin als ein Luxus. Es könnte ernsthafte gesundheitliche Folgen haben wenn das Pferd über einen längeren Zeitraum eingesperrt bleibt. Fütterung und Misten sind essenziell.


Ein wichtiger Punkt betrifft die Fellpflege. Besonders im Winter sollten Pferde ´ die auf der Weide stehen ` nicht zu häufig geputzt werden. Der natürliche Schutz des Winterfells muss erhalten bleiben. Zu häufiges Bürsten kann dazu führen: Dass das schützende Fett verloren geht. Dies könnte gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Eine leichtes Putzen ist dann genügend.


Hier ist der Ansatz also entscheidend. Ein Offenstall oder Aktivstall idealisiert die Haltung, da Pferde hier mehr Freiheit genießen. So können ebenfalls längere Abwesenheiten gut kompensiert werden. Die Gesellschaft anderer Pferde leistet einen wertvollen Beitrag zur physischen und psychischen Gesundheit. Kommuniziere mit deinem Stallbesitzer, wenn du nicht regelmäßig warst.


Wenn du tatsächlich nur an 5 Tagen in der Woche Zeit hast ist das nicht zwangsläufig problematisch. Ein überlegenswerter Schritt wäre eine Reitbeteiligung. Der Vorteil? Dein Pferd wird auch dann versorgt und bewegt wenn du nicht da bist. Wenn dein Pferd krank wird und du nicht erscheinst, kann das schnell zu Komplikationen führen. Hier sollte jemand zur Stelle sein – der sich um dein Pferd kümmert.


Eine gute Lösung könnte ein Bekannter oder ein Stallfreund sein. Eine Absprache über das Misten und die Bewegung deines Pferdes kann ebenfalls zur Entlastung führen. Die Pflege umfasst also nicht nur die körperlichen allerdings auch die emotionalen Bedürfnisse des Tieres. Der Kontakt ist entscheidend.


Zusammenfassend kann gesagt werden: Du musst nicht jeden Tag zum Stall fahren. Die Art der Unterbringung – die Pflege und die Unterstützung durch andere Pferdebesitzer sind entscheidend für das Wohlergehen deines Pferdes. Eine wohlüberlegte Kombination aus Selbstversorgung und externer Unterstützung sorgt dafür, dass du und dein Pferd einen harmonischen Alltag genießen können – auch wenn die Zeit am Stall begrenzt ist.







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