Umgang mit dem Problem „Hinterhufe nicht geben“ – Diagnose oder Erziehung?

Wie gehe ich am effektivsten mit einem Pferd um, das plötzlich seine Hinterhufe nicht mehr hergibt?

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Der Umgang mit Pferden kann immer wieder für Herausforderungen sorgen. Vor allem bei einem Pferd mit einem plötzlichen Verhalten ´ ebenso wie dem Nichtgebens der Hinterhufe ` können 🏇 und Pferdebesitzer schnell überfordert sein. Das Beispiel eines 8-jährigen Friesen-Warmblut-Mix illustriert was geschehen kann wenn ein einst brav Hufe gebendes Pferd plötzlich aufmüpfig wird. Dieseranalysiert mögliche Ursachen und gibt hilfreiche Ratschläge zur Lösung des Problems.


Das Pferd war früher kooperativ. Dessen Besitzerin berichtete – dass es bei der Hufpflege seiner hinteren Hufe zunehmend Widerstand leistet. Das Abziehen der Hinterhufe ist nicht nur eine Frage der Erziehung, allerdings kann ebenfalls gesundheitliche Ursachen haben. Die Eingangsdiagnose ist demnach entscheidend. Denn ein plötzliches Verhalten wie dieses kann vielfältige Ursprünge haben die einer genauen Prüfung bedürfen.


Es gibt viele Möglichkeiten die man berücksichtigen sollte. Schmerzen sind oft der Hauptgrund für ein abweichendes Verhalten bei Tieren. Wenn das Pferd scheinbar normal läuft jedoch dennoch nicht kooperativ ist, könnte ebendies hier das Problem liegen – vielleicht wurde ihm selbst beim Gehen, Stehen oder Fressen ein Druck auf die Hinterbeine zugefügt. Ein Gesundheitscheck durch einen Tierarzt oder Osteopathen könnte Aufschluss über mögliche Verletzungen geben die bislang unentdeckt geblieben sind.


Zusätzlich könnte die Problematik in einer Dominanzverlagerung liegen. Ein Pferd das die Befehle seines Halters nicht akzeptiert leistet oft Widerstand und dies geschieht meist unbewusst. Die Besitzerin vermutet genau dies und fragt sich wie sie dieses Dominanzproblem angehen kann. Ein wichtiger Punkt ist hier das konsequente Training mit Hartnäckigkeit – nicht nur als Methode, einschließlich als Prinzip. Pferde brauchen klare Grenzen und Strukturen. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt – wie man mit einem verhaltensauffälligen Pferd umgehen kann. Ein gezieltes Training und das Verlangsamen der Schritte kann helfen die Hinterbeine wieder gehorsam zu machen.


Das Heranziehen eines Helfers kann die Arbeit auch deutlich erleichtern. Eine zusätzliche Person kann das Pferd festhalten während der andere die Hufe bearbeitet. So entsteht weniger Druck und das Pferd fühlt sich sicherer. Routine ist wichtig – tägliches Auskratzen der Hufe kann das Vertrauen fördern. Und sollte das Pferd dennoch nach seinem Besitzer treten sollte die Reaktion klar und eindeutig ausfallen. Ein energisches „Nein“ kann wirken aber es geht nicht darum dem Tier Angst zu machen. Stattdessen kann ein bestimmtes Verhalten schnell neutralisiert werden – zum Beispiel durch ein sanftes Drücken gegen das Bein.


Die Eskalation solcher Probleme sollte unbedingt vermieden werden. Ist das Pferd einmal unruhig geworden kann sich das auf alle Aktivitäten des Halters übertragen. Ein weiterer Punkt ist, dass Hufe nicht überkreuzt oder gleichzeitig bearbeitet werden sollten – das kann zu einer übermäßigen Belastung des Pferdes führen. Das Wechseln der Seiten kann sowie physisch als auch psychologisch entlastend sein.


Das Thema ist komplex. Einerseits sind Verhaltensauffälligkeiten häufig hausgemacht, auf der anderen Seite kann eine plötzliche Reaktion auf Schmerzen zurückzuführen sein. Wenn ein Pferd nach dem Menschen tritt ´ muss klargestellt werden ` dass solches Verhalten nicht akzeptabel ist. Pferde habe nicht nur vier Beine, sondern sind zudem sehr geschickt darin, ihre Balance zu halten – eine Erklärung für derartige Probleme ist damit nicht weiterhin relevant.


Zusammengefasst ist festzustellen, dass sowohl Gesundheit als auch Erziehung entscheidende Faktoren sind. Ist das Pferd gesund – kann das Problem oft schnell behoben werden. Hält sich das Verhalten nicht innerhalb weniger Tage und bleibt eine Hartnäckigkeit im Austesten der Grenzen bestehen, muss das Thema erneut betrachtet werden – immer mit der Perspektive darauf die Beziehung zwischen Mensch und Pferd zu fördern und zu stärken. Wenn wir konsequent bleiben und geduldig mit unseren Tieren umgehen ´ können wir Lösungen für die Probleme finden ` die uns im Alltag begegnen.







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