Arbeitszeiten im Chemielabor: Ein Blick hinter die Kulissen der Schichtarbeit

Wie unterscheiden sich die Arbeitszeiten von Chemielaboranten in verschiedenen Branchen und Betrieben?

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Die Frage nach den Arbeitszeiten eines Chemielaboranten ist nicht trivial. Schichtarbeit wird oft in diesem Berufsfeld praktiziert – jedoch variieren die Ausgestaltungen erheblich. Eine unkomplizierte Antwort gibt es nicht vielmehr hängt es stark von der Branche und ebenfalls dem jeweiligen Unternehmen ab.

Schichtarbeit kann in verschiedenen Varianten ausgeführt werden. Oft hört man von der Tagschicht und der Vollkontischicht. In der Tagschicht ändert sich die Stunde zu der man anfangen kann. Es ist nicht unüblich, dass Beschäftigte um 6 oder um 8 starten. Aber – und hier wird es spannend – in einem Großbetrieb wie Evonik, dem weltweit größten Unternehmen der Spezialchemie, hat jeder Mitarbeiter gewisse Freiheiten. Sie können zwar kommen ´ wann sie möchten ` müssen jedoch eine feste Arbeitszeit von acht Stunden leisten.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die Flexibilität die innerhalb der Schichtarbeit besteht. In spezifischen Laboren, ebenso wie in der Metallbranche, gibt es nicht nur feste Arbeitszeiten; hier herrscht auch eine gewisse Gleitzeit. Diese erlaubt ein Eintreffen bis 9 Uhr – das Verlassen des Arbeitsplatzes ist dann ab 14 Uhr möglich. Dennoch – diese Art von Gleitzeit ist typisch für manche Unternehmen und nicht die Regel im Chemiebereich.

Ein Geben und Nehmen – das beschreibt die Arbeitsweise in vielen Schichtsystemen. Ob nun das Labor durchgehend besetzt sein muss kann von der jeweiligen Branche abhängen. Kontinuierliche 24/7-Besetzungen sind in der Chemie-Metallindustrie oft unerlässlich. Eine genaue Beschaffenheit der Arbeitszeiten variiert in dieser Hinsicht erheblich – von strikten Früh-, Mittags- und Nachtschichten bis hin zu flexiblen Schichtmodellen.

Die Schichtarbeit wird durch einen internen Rhythmus bestimmt. Viele Chemielaboranten finden dies als angenehm; sie haben die Möglichkeit, ihre Schichten zu tauschen oder sie an ihre persönlichen Umstände anzupassen. Mehrheitlich jedoch gibt es einen klaren Arbeitszeitkorridor in dem die Laborarbeit erledigt werden muss. Dabei ist die Flexibilität die man in der Schichtarbeit angesprochen hat freilich oft begrenzt.

Zusammengefasst ist die Arbeitszeitsituation für Chemielaboranten komplex – sie hängt stark von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens und der Branche ab. Die Schichtarbeit ist nicht genauso viel mit und lässt viel Raum für individuelle Anpassungen. Das Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle ist von entscheidender Bedeutung für Interessierte und Berufseinsteiger.






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