Die Herausforderungen bei der Haltung eines Amerikanischen Wolfshundes: Ein Leitfaden für Interessierte

Ist der Amerikanische Wolfshund für unerfahrene Hundebesitzer geeignet?

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Die faszinierenden Eigenschaften des Amerikanischen Wolfshundes (AWH) werfen viele Fragen auf. Da kommen wir genauso viel mit zum Punkt – dieser Hybrid ist nicht für jeden Halter geeignet. Als Mischung zwischen domestiziertem 🐕 und 🐺 zeigt der AWH eine Vielzahl von Verhaltensweisen. Anfänger sollten sich gut überlegen ob sie sich mit einem solchen Tier befassen wollen. Im Folgenden möchte ich die komplexen Anforderungen dieser Rasse erläutern und mögliche Alternativen aufzeigen.

Einige könnten denken – es gibt hunderte Hunde und jeder könnte einen finden der zu ihm passt. Aber der AWH ist diesbezüglich eine Ausnahme. Man muss sich fragen – was man bereit ist zu leisten. Ich kann auf eigene Erfahrung zurückgreifen. Mein Hund bringt Wolfseigenschaften mit und das macht das Training nicht einfach. Viele Hundeschulen scheiterten an der Herausforderung. Wenn ich ein Leckerchen zeige – sieht sie mich nur verständnislos an. „Was soll das?“ scheint sie zu denken. Es ist klar – diese Hunde wollen keinen Kadavergehorsam.

Die Unterscheidung zwischen „Anfängerfreundlichen“ und „Anfängerunfreundlichen“ Hunden ist trügerisch. Jeder Hund erfordert Erziehung. Doch der AWH erweist sich durchaus als schwierig. Geistig fordernd und mit einem starken eigenen Willen – so könnte man seinen Charakter beschreiben. Um ihn zu erziehen – bedarf es einer konsequenten Handhabung. Ein „normaler Haushalt“ mag für diese Rasse ungeeignet sein. Ist man darauf vorbereitet, ein Leben auf den Hund auszurichten? Würden Sie durch die Welt tingeln wie ein Clochard? Daher – ein AWH benötigt viel Raum und eine spezielle Lebensweise.

Schauen wir uns die verschiedenen Wolfshunderassen an. Es gibt zwei zugelassene Rassen – der Saarloos Wolfhund und der Tschechische Wolfhund. Diese wurden gezielt gezüchtet sodass es Standards gibt. Man weiß in etwa was man erhält. Der Saarloos ist bekannt für einen höheren Wolfanteil von etwa 20 %. Der Tscheche hingegen hat ungefähr 35 %. Beide Rassen unterscheiden sich deutlich sowie im Verhalten als ebenfalls in der Erscheinung. Es gibt auch noch nicht zugelassene Rassen, deren Varianz bei der Haltung ein weiteres Risiko darstellt.

Ein besonders kritischer Punkt bei der Haltung ist der Platz. Hat man ein Außengehege? Mindestens 400 Quadratmeter sollten zur Verfügung stehen – um dem Platzanspruch gerecht zu werden. Ein Zaun von mindestens drei Metern Höhe ist ähnlich wie erforderlich. Es gilt die Regel – ein AWH ist weiterhin Wolf. Und ebendies hier liegt das Problem. Ab einem bestimmten Alter kann es zu Aggressionen zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren kommen was die Erziehung komplex gestaltet. Man kann einen solchen Hund nicht einfach ins Café mitnehmen.

Interessante 💭 entstanden bereits wenn wir über die zugelassenen Rassen nachdenken. Der Saarloos und der Tscheche mögen keine „Anfängerhunde“ sein freilich bieten sie mehr Vorhersehbarkeit in Bezug auf das Verhalten. Viele Halter berichten von weniger Schwierigkeiten wenn sie sich für einen Saarloos entschieden haben. Diese Rasse ist nicht nur faszinierend – sie fordert auch Respekt und Verständnis.

Wenn Sie also darüber nachdenken » einen Wolfhund zu halten « überlegen Sie es sich gut. Die Anforderungen sind enorm – und Anfänger haben oft Schwierigkeiten. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen – man schreibt Wolfhund ohne ein „s“ dazwischen. Nur Hunde ´ welche zur Jagd auf Wölfe gezüchtet wurden ` haben diese Bezeichnung. Sei es wie es ist – der American Wolfdog muss nicht nur in einem Garten leben. Pflege und Zeit sind ebenfalls notwendig. Das würde für jeden Hund zutreffen allerdings bei einem AWH sind diese Aspekte noch bedeutender.

Zusammenfassend lässt sich feststellen – der Amerikanische Wolfshund ist kein Hund für Jedermann. Unerfahrene Halter werden vermutlich überfordert sein. Vor der Anschaffung sollte man sich ausführlich informieren und am besten Erfahrungen mit anderen Wolfshunderassen tackern. So ist gewährleistet: Dass sowohl der Halter als auch das Tier ein harmonisches Zusammenleben erleben können.






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