Return to sender – Wie funktioniert das wirklich?

Funktioniert es, unerwünschte Werbung durch Vermerke zurückzusenden?

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Unerwünschte Werbesendungen sind für viele ein wiederkehrendes Ärgernis. Plötzlich liegt dieser dämliche Prospekt im Briefkasten. Irgendwann fragt man sich ´ ob es möglich ist ` diese lästigen Briefe zurück an den Absender zu schicken. Als erstes sollte man wissen, dass das Rücksenden nicht bei allen Sendungen funktioniert – so einfach ist das. Nur Briefe mit einem speziellen Vermerk ´ dem sogenannten Rücksendevermerk ` können wirklich zurückgeschickt werden. Der Vermerk befindet sich in der Regel oberhalb der Anschrift. Fehlt dieser, geschieht das Gegenteil - der Papiermüll landet im nächsten Container.

Es gibt Gründe für diese Regelung. Bei Massensendungen müssen die Versender in der Tat 22 Cent für den Rücktransport zahlen. Diese Zahlung ist natürlich keine willkommene Ausgabe für Werbetreibende. Absender sind meist nicht gewillt – etwas für den Rückversand zu zahlen. Deshalb kommen viele unerwünschte Sendungen nie wieder zu ihrem Ursprung zurück. Wenn man Glück hat, wird wenigstens die gesamte Briefsendung ohne zusätzliche Kosten an den Absender zurückgeschickt, wenn sie mit genügend Porto frankiert ist. Ansonsten gilt – auf den Briefkasten legen und das Ding wird für immer verschwinden.

Man könnte nun fragen: Aber was ist, wenn ich auf den Brief schreibe, dass ich ihn nicht annehmen will? Tatsächlich gilt dann mittlerweile der Umstand » dass Briefe als zugestellt gelten « sobald sie im Briefkasten landen. Daher ist es nicht zielführend einfach eine Nachricht zu hinterlassen und auf die Rücksendung zu hoffen. Diese würde im besten Fall erfolgen, wenn ein Brief nicht zugestellt werden kann – etwa weil die Adresse falsch ist oder der Empfänger verstorben ist.

Wer weiß, vielleicht bekommt man irgendwann gar Ersatzausgaben für die ungewollte Werbung. Einige kreative Köpfe bringen jedoch eigene Lösungen ins Spiel – wie beispielsweise Stempel zu entwerfen. Diese sollen Merkmale wie "Annahme verweigert" oder "Empfänger verstorben" enthalten. Mit einem eigenen Stempel könnte man kreativ arbeiten. Ab in den nächsten Briefkasten und fertig.

In verschiedenen Presseberichten habe ich ähnlich wie erfahren » dass es empfehlenswert ist « dem Vorläufer dieser Konzepte nachzueifern. Der Stempel muss den richtigen Geist verbreiten. Oder man druckt die entsprechenden Aufkleber einfach selbst – eine kleine Änderung kann viel bewirken. In Sendungen wie "Da wird mir übel" – ein Format des ZDF_neo – wurden diese Konzepte bereits vorgestellt. So könnte man den Umgang mit Werbesendungen breiter anlegen.

Trotz aller Diskussionen um Prospekte und alternative Ideen bleibt es dennoch komplex. Werbung ohne Zieladresse ist die häufigste Form der Belästigung. Daher wird die Werbeflut wahrscheinlich nicht der Vergangenheit angehören. Häusliche Portofreunde – von Haustürverkäufern bis Prospektverteilern – haben diese Herausforderungen ebenfalls nicht einfach. Vor allem – wenn die existente Werbung als notwendig erachtet wird.

Zusammengefasst – einfach zurückschicken funktioniert nicht immer. Es bedarf einer Kombination kreativer Ideen und Ausnahmen. Die Tatsachen bieten zwar einen gewissen Freiraum später einmal weniger Werbung zu empfangen. Möglichkeiten gibt es, man muss nur den richtigen Weg finden.






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