Die Rolle von Referaten an Hochschulen: Notwendig oder überflüssig?

Welche Bedeutung haben Referate in der Ausbildung an Universitäten und Fachhochschulen?

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In der akademischen Welt spielt die Form der Wissensvermittlung eine zentrale Rolle. Dabei stellt sich oft die Frage: Muss man an der Uni oder Fachhochschule Referate halten? Die Antwort ist nicht ganz so einfach. Es hängt stark vom jeweiligen Studiengang ab. Geisteswissenschaftliche Fächer bieten häufig Gelegenheiten, Referate zu präsentieren. Diese sind meist in Seminaren oder Übungen zu finden die in der Regel durch eine Gruppengröße von bis zu 40 Studierenden gekennzeichnet sind. Der Rahmen wird damit nicht übermäßig klein was einige Studierende durch die Zahlen möglicherweise abschreckt.

In den Gesundheitswissenschaften » ebenso wie etwa im Medizinstudium « sieht die Realität jedoch anders aus. Hier sind Referate Pflicht – oft vor einer kleineren Gruppe von 20 bis 25 Personen. Eine intime Atmosphäre kann für viele Studierende eine Erleichterung darstellen. Dadurch verringert sich der Druck, vor einer größeren Menschenmenge zu sprechen. Interessant ist jedoch ´ dass einige Studierende Strategien finden ` um sich vor bestimmten Referaten zu drücken.

Das sind nicht nur individuelle Herausforderungen. Sie spiegeln eine gewisse Unsicherheit wider. Ob die Referate nun vor einem kleinen oder großen Publikum stattfinden, spielt häufig eine untergeordnete Rolle. Vielmehr ist es die Inhaltlichkeit der Präsentation die zählt. Der große Hörsaal mag an sich einschüchternd wirken. Ein Referat hält in der Regel ein Professor. Die Zuhörer sind dann gefordert aufmerksam zu sein und zu lernen. Ein einseitiger Dialog entsteht. Der Dozent überträgt Wissen und die Studenten hören zu, machen sich Notizen – und merken sich was gesagt wurde in der Hoffnung dass es später im Studium von Nutzen sein wird.

Zahlen zu Studiengängen belegen: Dass die meisten Studierenden in den ersten beiden Semestern mit Referaten konfrontiert sind. Die Angst vor dem Reden ist oft ein Hindernis. Doch die Möglichkeit ´ Präsentationen zu halten ` kann ebenfalls eine Chance darstellen. Sprechen vor einer Gruppe stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein. Diese Fähigkeiten sind auch im späteren Berufsleben gefragt.

Es zeigt sich, dass die Aufteilung in Gruppen – egal ob klein oder groß – entscheidend für den Lernerfolg sein kann. Etablierte Theorien der sozialen Interaktion belegen: Dass dies die Gemeinschaft fördern kann. Unsicherheiten stehen vielen Studierenden im Weg. Doch die Auseinandersetzung mit der Materie führt in der Regel zu einem besseren Verständnis des Stoffes. Langfristig werden durch Referate nicht nur Präsentationsfähigkeiten geschult. Der Austausch mit Kommilitonen bietet auch Raum für Diskussionen und vertieft das Wissen – ein unschätzbarer Vorteil in der akademischen Ausbildung.

Referate an Hochschulen sind also nicht nur Pflichtübungen. Sie schaffen Werte – die weit über das reine Abgeben von Informationen hinausgehen. In einer Welt die ständig im Wandel ist, bleibt die Frage: Wie wichtig sind Referate wirklich in der heutigen Bildung?






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