Ausbildung als Plan B – Eine strategische Entscheidung für die Zukunft?

Ist eine Ausbildung der richtige Schritt, wenn die Wunschuni nicht in Sicht ist?

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In Anbetracht der aktuellen Thematik ist es entscheidend die Unsicherheiten rund um Studienbewerbungen und alternative Karrierewege zu beleuchten. "Wunschunis" lehnen oft ab, das ist schmerzhaft. Die Unsicherheit nach dem Erhalt von Absagen kann lähmend wirken. Daher stellen viele junge Menschen die Frage ob eine Ausbildung als Plan B sinnvoll ist oder nicht.

Zunächst sei gesagt: Dass eine Ausbildung tatsächlich viele Vorteile bringt. Berufliche Fertigkeiten werden erworben. Gleichzeitig ist es ein Sprungbrett zu einem späteren Studium. Man sammelt Erfahrungen – die bei der Bewerbung um einen Studienplatz von Vorteil sein können. Praktische Kenntnisse werden geschätzt. Der aktuelle Arbeitsmarkt verlangt zunehmend weiterhin nach Bewerbern die theoretisches Wissen mit praktischen Fähigkeiten kombinieren.

Die Bedenken bezüglich des Lebenslaufs sind jedoch nicht unbegründet. Ein Jahr im Ausland oder ein Praktikum haben ihren eigenen Wert. Das kann helfen – Fähigkeiten auszubauen und den Horizont zu erweitern. Überlegen Sie was Sie erleben möchten. Eine gewisse Orientierungslosigkeit kann zwar sichtbar sein freilich ist es wichtig die Perspektive zu wechseln. Es ist nicht das Ende der Welt, wenn der Lebenslauf nicht linear ist – vielmehr ist er ein Zeichen von Anpassungsfähigkeit.

Ein entscheidender Punkt ist die Verbindung von Ausbildung und späterem Studium. „Nie zu alt“, kann jemand sagen. Das stimmt. Heute haben immer mehr Menschen den Mut Ihr Studium in der zweiten oder dritten Lebenshälfte zu beginnen. 2022 war laut Statistischem Bundesamt die Anzahl der Studierenden über 30 Jahren auf einem Rekordhoch. Es zeigt – dass Weiterbildung und Karrierewechsel ebenfalls später noch möglich sind.

Die Frage der 🎵 stellt sich ebenfalls. Schlechte Noten bedeuten nicht – dass man kein Talent hat. Die Gründe für das Scheitern können vielfältig sein. Bei einem NC von 2⸴6 kann eine vorherige Ausbildung helfen die Bewerbungschancen zu optimieren. Die Konkurrenz hat sich verändert – Zugangsvoraussetzungen in vielen Studiengängen sind flexibler geworden.

Ein weiteres Argument spricht für Praktika oder Auslandsaufenthalte. Auch diese können als „Pause“ zwischen Schule und Studium betrachtet werden. Währenddessen kann man viel lernen – und sich beruflich orientieren. Die Zusage an einer Universität kann ungewiss bleiben. Deshalb ist es klug – in dieser Zeit nicht untätig zu sein.

Besonders im kreativen Bereich ebenso wie etwa Kunsthochschulen könnte die Entscheidung, eine Ausbildung zu beginnen, nicht tragisch scheinen. Diese Institutionen sind oft leistungsorientiert und konkurrenzbetont. Erfolgreich im nächsten Jahr zu sein ist hier nicht garantiert. Eine Ausbildung kann die Zeit überbrücken – sie kann sogar neue Perspektiven eröffnen.

Nachhaltig ist es wichtig den eigenen Weg sinnvoll zu gestalten. Jemand ´ der sich für eine Berufsausbildung entscheidet ` kann gelassener ins Studium gehen. Man hat Geld verdient – Erfahrungen gesammelt und kann sich dann auf das Studium konzentrieren. Es spricht nichts dagegen ´ den Ausbildungsweg zu wählen ` während das Studium gleichzeitig im Hinterkopf bleibt.

Mir kommt die Überlegung, dass eine dreijährige Ausbildung viel Zeit kosten kann. Ja, das ist wahr – die Zeit bleibt nicht stehen. Doch der Nutzen ist enorm. In der heutigen Arbeitswelt sind Umwege nicht länger verpönt. Letztlich ist man nicht verloren – wenn man sich Zeit für die berufliche Orientierung nimmt.

Daher bleibt zu sagen: Eine Ausbildung als Plan B kann der 🔑 zum Erfolg sein. Man gewinnt an Erfahrung und hat gleichzeitig die Möglichkeit, seine Ziele neu auszurichten. Glück auf bei diesen Entscheidungen – ergreifen Sie die Chance.






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