Keller aus vergangenen Jahrhunderten — wie unser Gewölbekeller aus dem 17. Jahrhundert — sind häufig von Feuchtigkeit betroffen. Mit dieser Herausforderung kämpfen viele Hausbesitzer. In Ihrem Fall scheinen die Sandsteine bereits von schimmeligen Ablagerungen betroffen zu sein. Es ist von Bedeutung zu verstehen – dass Schimmel nicht nur ein ästhetisches Problem darstellt. Schimmel kann ebenfalls gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Eine effiziente Belüftung ist essentiell. In der kalten Jahreszeit, wenn die Luft kühler ist und die 🌡️ im Keller auf etwa 12 Grad Celsius sinkt — damit geht eine gewisse Reduktion der Luftfeuchtigkeit einher — ist dies hilfreich. Zeitweilige Belüftung über Kellerschächte kann zwar die relative Luftfeuchtigkeit minimal senken freilich wird der Schimmel nicht vollständig beseitigt. Ein häufiges Missverständnis liegt in der Annahme, dass eine Außentemperatur die Wiederverbreitung des Schimmels verhindern kann.
Eine schlüssige Lösung könnte die Anwendung von Kalkfarbe sein, ebenso wie in alten Kuhställen bewährt. Allerdings ist es ratsam – den bestehenden Schimmel zuerst gründlich zu entfernen. Die Verwendung von Kalkfarbe hat einen doppelten Nutzen — sie wirkt als antiseptisches Mittel und reduziert Feuchtigkeit was Schimmelwachstum hemmt.
Der erwähnte schwimmende Estrich stellt weiterhin ein Problem dar. Die dahinterliegenden Dämmstoffe sind wahrscheinlich durch Feuchtigkeit beeinträchtigt worden und verlieren dadurch ihre Funktion. Bei einem Lager von über 20% Porenvolumen in Ziegeln kann eine immense Menge Wasser — nahezu 100 Liter pro Kubikmeter — im Mauerwerk gespeichert werden. Dies ist ein massives Problem. Hierbei spielt die Wärmeleitfähigkeit eine entscheidende Rolle.
Stellen Sie sich vor: Im Keller entsteht häufig Kondensat. Die kühle Luft steht mit den warmen Kellerwänden in Kontakt und die Luftfeuchtigkeit steigt. Andere Lösungen wie das Lüften im Sommer, können sogar kontraproduktiv sein — warme und feuchte Außenluft führt dazu, dass die Wände noch feuchter werden.
Eine gezielte Beheizung der Wände könnte eine umsetzbare Lösung sein. Hochwertige Wärmequellen ´ wie Flächenheizsysteme ` wärmen die Wände direkt und verhindern dadurch Kondensatbildung. Warmluft hingegen wird durch die kühlere Wandoberfläche schnell auskühlen und kann das Problem eher verschärfen. Man sollte auch beachten – dass die Kombination aus genügender Dämmung und Wärmequellen auf den Wandoberflächen unerlässlich ist.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass ein trockener Keller nicht nur aus einer besseren Belüftung resultiert. Es ist ein Zusammenspiel von Wärme Dämmung und Feuchtigkeitskontrolle nötig um Schimmel effektiv zu bekämpfen und die Lebensqualität in einem historischen Gewölbekeller zu optimieren.
