Leberkoma und hepatische Enzephalopathie: Ein irreversibles Koma?

Führt ein Leberkoma zu einem irreversiblen Koma und folgt hierbei der Hirntod?

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Ein Leberkoma kann zu einem irreversiblen Koma führen gleichwohl folgt dies nicht zwangsläufig dem Zustand des Hirntodes. Ein Leberkoma tritt als schwerwiegende Komplikation einer akuten oder chronischen Lebererkrankung ´ insbesondere einer Leberzirrhose ` auf. Es ist durch eine hepatische Enzephalopathie gekennzeichnet bei der die Funktion des Gehirns aufgrund des Versagens der Leber beeinträchtigt ist.

Die hepatische Enzephalopathie ist eine Störung der Gehirnfunktion die durch die Anreicherung von giftigen Substanzen im Blut verursacht wird die normalerweise von der Leber metabolisiert werden. Bei einer schweren Lebererkrankung insbesondere bei fortgeschrittener Leberzirrhose können die Leberzellen nicht weiterhin genügend arbeiten um diese Substanzen zu entfernen. Als Folge davon beeinträchtigen Ammoniak und andere giftige Metaboliten die Funktion und Struktur des Gehirns.

In den frühen Stadien der hepatischen Enzephalopathie können Symptome wie Gedächtnisstörungen » Konzentrationsprobleme « Verwirrtheit und geistige Verlangsamung auftreten. Im späteren Verlauf kann sich dies zu Schlafstörungen ´ Stimmungsschwankungen ` Muskelzittern und Koordinationsproblemen ausarbeiten. In fortgeschrittenen Fällen kann dies zu einem Leberkoma führen.

Ein Leberkoma ist ein schwerwiegendes und lebensbedrohliches Stadium der hepatischen Enzephalopathie. Patienten im Leberkoma befinden sich in einem tiefen Koma sind nicht ansprechbar und zeigen keine spontane Bewegung. Sie können auf äußere Reize wie Schmerz oder Licht nicht reagieren. Das Fortschreiten der hepatischen Enzephalopathie zum Leberkoma signalisiert in der Regel eine schlechte Prognose und eine geringe Überlebenschance.

Es ist wichtig zu beachten: Dass ein Leberkoma nicht mit einem Hirntod gleichzusetzen ist. Beim Hirntod handelt es sich um einen irreversiblen Zustand des Gehirns, bei dem alle Hirnfunktionen vollständig und unwiederbringlich ausgefallen sind. Im Falle eines Hirntodes kann keine intakte Hirnfunktion wiederhergestellt werden ´ während ein Leberkoma noch umkehrbar sein kann ` wenn die zugrunde liegende Lebererkrankung behandelt wird.

Die Behandlung eines Leberkomas besteht in erster Linie darin » die zugrunde liegende Lebererkrankung zu behandeln « um die Giftstoffe aus dem Blut zu entfernen und die Leberfunktion zu optimieren. Dies kann medikamentös erfolgen indem Ammoniak bindende Medikamente verschrieben werden. In schweren Fällen kann eine Lebertransplantation erforderlich sein.

Insgesamt ist ein Leberkoma ein ernstes und lebensbedrohliches Stadium der hepatischen Enzephalopathie, das zu einem irreversiblen Koma führen kann. Es ist wichtig die Grunderkrankung zu behandeln und die Leberfunktion zu verbessern um die Überlebenschance zu erhöhen.






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