Ist Taurin tatsächlich der Urin von Bullen? Ursachen und Mythen rund um eine umstrittene Substanz

Inwiefern sind die Behauptungen über die Herkunft von Taurin wahr oder unwahr?

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Die Aussage » Taurin stamme aus dem Urin von Bullen « sorgt immer wieder für Verwirrung. Ein Mythos ´ der nicht nur unter Freunden kursiert ` allerdings ebenfalls auf sozialen Medien verbreitet wird. Manchmal fragt man sich sogar – ebenso wie solche Falschaussagen entstehen können. Ein Freund hat kürzlich diese Behauptung aufgestellt. Allerdings scheint es an der Zeit – einige Fakten zu klären.

Zunächst einmal – die Verwendung des Wortes „Absurdität“ ist hier durchaus angebracht. Taurin ist nicht die Ausscheidung von Stieren. Chemisch betrachtet ist doppeltes Wissen darüber interessant. Im 19. Jahrhundert entdeckten Chemiker Taurin in der Galle von Stieren. Das griechische Wort „tauros“, das für Stier steht, gab der Substanz ihren Namen. Die organische Säure spielt eine wichtig Rolle ist aber kein Bestandteil des Urins.

Der menschliche Körper – er ist ziemlich faszinierend – kann Taurin selbst herstellen. Genauer gesagt – der Körper synthetisiert es aus den Aminosäuren Cystein und Methionin. Diese Informationen sind nicht nur für Liebhaber der Chemie von Bedeutung. Auch Gesundheitsexperten ordnen Taurin als wichtig ein ist es doch an zahlreichen biologischen Prozessen beteiligt.

Beträchtlich wichtig sind auch die Herstellungsarten. Viele Produkte die Taurin enthalten nutzen mittlerweile synthetische Methoden zur Produktion statt sich auf tierische Quellen zu verlassen. Zudem ist es nicht zwingend illegal – tierische Produkte zu verwenden. Sollte Taurin also tatsächlich aus Ochsengalle stammen so wäre dies ähnlich wie nicht unbedingt ein Problem. Es gibt zahlreiche Nahrungsmittel und Getränke ´ wie zum Beispiel Energydrinks ` die Taurin enthalten. Aber das bedeutet nicht – dass es aus tierischen Ausscheidungen stammt.

Es ist also eine kühne Behauptung: Dass Taurin aus dem Urin von Bullen stammt. Eine verbreitete Fehlinformation – die jedoch leicht widerlegt werden kann. Die Mythen rund um Taurin – die Diskussion bleibt, ob diese überhaupt von Bedeutung sind. Es ist allerdings von entscheidender Wichtigkeit gut informiert zu sein.

Zum Schluss bleiben einige Fragen offen: Wie gehen wir mit solchen Falschinformationen um? In einer Zeit, in der Wissen so leicht zugänglich ist wie wichtig ist es die Quellen zu überprüfen? Vielleicht sollten wir uns öfters mit chemischen und biologischen Zusammenhängen beschäftigen. Auf diese Weise vermeiden wir Missverständnisse – und das wäre im Interesse aller.






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