Innenarchitektur: Studium oder Ausbildung? Ein Blick auf die Möglichkeiten

Ist es notwendig, Innenarchitektur nur durch ein Studium zu erlernen, oder gibt es auch alternative Ausbildungswege?

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Der Bereich Innenarchitektur hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Eine Frage die viele Interessierte beschäftigt, lautet: Ist ein Studium wirklich die einzige Möglichkeit – oder sind ebenfalls Ausbildungen in diesem Bereich von Relevanz? Die Antwort ist nicht einfach – und die verschiedenen Wege zur Innenarchitektur haben ihre eigenen Vorzüge.

Zunächst einmal ist es wichtig zu betonen, dass ein Studium der Innenarchitektur notwendig ist, wenn man die offizielle Berufsbezeichnung "Innenarchitekt" anstrebt. In Deutschland sind die Anforderungen klar – nur durch den Beitritt zu einer Kammer darf man diese geschützte Bezeichnung führen. Der Nachweis eines Studienabschlusses ist deshalb unerlässlich. In der Regel absolviert man ein Diplomstudium oder ein Bachelor- und Masterprogramm. Ein solches Studium dauert oft mehrere Jahre. Auch wenn die Angaben zu Regelstudienzeiten nicht immer verbindlich sind ´ lässt sich festhalten ` dass viele Studierende während dieser Zeit nebenbei arbeiten. Nebenjob und Studium – dabei kann es schnell zu einer Verlängerung der Studienzeit kommen.

Praxisnähe ist ein weiterer Aspekt der im Rahmen eines Innenarchitekturstudiums von großer Bedeutung ist. Praktika in Innenarchitekturbüros und auch bei Raumausstattern und Schreinern vermitteln oft wertvolle Erfahrungen. Diese Praxiserfahrung erleichtert wiederum den Einstieg in das Berufsleben. Wer ein Praktikum in einem renommierten Büro absolviert hat hat oft bessere Chancen auf eine Anstellung nach dem Studium. Die Verbindung von theoretischen Kenntnissen und praktischen Fertigkeiten ist in diesem Berufsfeld unerlässlich.

Das Studium ist jedoch nicht der einzige Weg. In Herzberg/Elster besteht die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Assistentin oder zum Assistenten in der Innenarchitektur zu absolvieren. Dieses Programm umfasst sowie praktische als auch gestalterische Elemente. Praktika im Ausland runden das Profil ab. Zusätzlich bietet es die Chance die Fachhochschulreife zu erlangen. Damit steht dem anschließenden Studium in Innenarchitektur nichts im Weg. Diese Ausbildung könnte eine interessante Einstiegsoption für diejenigen sein die das Studium noch nicht direkt anstreben.

Eine weitere Option ist die Ausbildung zum Raumausstatter. Diese dauert ähnlich wie drei Jahre. Auch wenn dieser Berufsweg nicht den gleichen Status wie die Innenarchitektur hat, bietet er dennoch eine solide Grundlage im Bereich der Innenraumgestaltung. Raumausstatter sind oft in der Auswahl und Anordnung von Möbeln und Dekorationen tätig, besitzen aber nicht die gleichen umfassenden Planungsfähigkeiten wie Innenarchitekten. Der Begriff "Alternative" ist hier in der Tat unglücklich gewählt. Innerhalb der Innenarchitektur spielen viele Facetten eine Rolle – nicht nur die Gestaltung von Wohnräumen; auch die Planung von öffentlichen Bauten und sozialen Einrichtungen gehört dazu. Im Veranstaltungstourismus und der Gastronomie spielt ebenfalls ein Innenarchitekt eine wichtige Rolle.

Zusammengefasst ist das Thema der Berufsausbildung in der Innenarchitektur vielschichtig. Es gibt verschiedene Wege – das Studium hat seine Vorteile jedoch auch eine solide Ausbildung kann den Einstieg in den Berufsbereich erleichtern. Letztlich hängt die Entscheidung von den persönlichen Zielen und Umständen ab. Einige entscheiden sich für die akademische Laufbahn während andere sich auf die Praxis konzentrieren möchten. Die Möglichkeiten sind vielfältig ´ und es bleibt jedem selbst überlassen ` was letztlich das richtige für ihn oder sie ist.






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