Das Nichts und das Universum – Eine philosophische und wissenschaftliche Erkundung

Was geschieht mit einem Menschen, der hypothetisch das Nichts außerhalb des Universums betritt?

Uhr
Die Frage nach dem was sich außerhalb unseres Universums befindet, regt die Fantasie an. Im Grunde – so die wissenschaftliche Einigkeit – gibt es kein wahres „außerhalb“. Das Universum ist nicht nur der Raum, in dem wir uns befinden; es produziert den Raum selbst. Das Forschen nach dem „Nichts“ erweist sich als noch komplexer als zuvor gedacht.

Im Moment dehnt sich unser Universum mit einer Geschwindigkeit aus die selbst Lichtstrahlen übertrifft. Ungeachtet der faszinierenden Idee einer "Außenwelt" müssen wir uns vor Augen führen: Ein Mensch der an die Grenzen des Universums fliegen könnte, würde schlichtweg kein physikalisches Raum-Zeit-Kontinuum antreffen. Dahinter existiert einfach nichts. Die gängige Vorstellung treibt dazu ´ zu glauben ` dass im Nichts ebenfalls keine Materie oder Energie existiert.

Einige Forscher, darunter auch Vertreter der Multiversumstheorie, suggerieren, dass unser Universum Teil eines größeren Gefüges ist. Demnach könnte es viele Universen mit ihren eigenen physikalischen Gesetzen geben. Dazwischen gibt es möglicherweise „leere“ Räume. Doch wie sieht es in diesen leeren Räumen aus? Nach den genannten Theorien bleibt nur die Schlussfolgerung: Dass auch hier ein Zustand des absoluten Nichts vorliegen müsste.

Um die Komplexität der 💭 noch weiter zu vertiefen: Was geschieht, wenn Zeit relativ und Raum absolut ist? Ist die Zeit dem Raum übergeordnet würden wir uns im Nichts befinden. Sobald wir aber die Hypothese anstreben: Dass die Zeit untergeordnet ist bräuchten wir die Möglichkeit, uns in diesen Raum hinein zu bewegen. Und ebendies hier sind wir an einem kritischen Punkt. Stößt der Mensch in eine Dimension vor die seine Existenz erfordert, wäre dies unmöglich. Ein Dimensionssprung könnte theoretisch dazu dienen diese Barrieren zu durchbrechen.

Frei nach der Auffassung, „Sein ist immer, Nicht-Sein ist niemals“, kommt die Konfrontation mit dem Nichts nahezu absurd vor. Es existiert letztendlich nichts jenseits der vertrauten Dimensionen. Der Begriff Universum, übersetzt als „In Eins gekehrt“, deutet darauf hin, dass wir Individuen und das Universum nur verschiedene Aspekte einer gleichen Existenz darstellen. Das ist ein Ansatz – der eine schöne Kontinuität zwischen der Idee des göttlichen Seins und der Gesamtstruktur unseres Alltags bietet.

Eine in diesem Konumstrittene, zugleich spannende Überlegung ist die Überlebensfähigkeit eines Menschen in diesem „Nichts“. Einige Stimmen befürworten ´ dass der Mensch nicht nur den Raum ` allerdings auch die Zeit mit sich bringen könnte. Ein hypothetischer Ausflug würde allerdings Jahrzehnte benötigen und letztlich könnte ein Mensch compartmentalized zerfallen, bevor er das Ende erreicht. In der Gedankenwelt der Physik bleibt also die Frage bestehen: Existiert nur die Vorstellung eines Nichts, oder ist das Nichts was wir erleben, tatsächlich real?

Dennoch – sind es nicht die paradoxen Freiräume und die philosophische Debatte die unsere Neugier anregen? In der Hypothese könnte auch die Vorstellung verteidigt werden, dass die Menschen wie ein Käfer auf dem Ball ihrer Erfahrungen wandern. Dieser Käfer erkennt vielleicht logische Grenzen allerdings letztlich bleibt die Fläche endlos. Ein Universum das die Dimensionen sprengt enthüllt sich in jedem Gedanken, den wir uns über die Grenzen und Möglichkeiten des Sehens und Fühlens hinaus machen.

So bleibt zu sagen: Gedankenexperiment sind ein faszinierendes Mittel um das Unbegreifliche zu durchdringen. Auch wenn wir niemals das Nichts erleben werden, können wir es durch kreatives Denken zumindest anreißen. Ein anhaltendes Philosophieren darüber könnte uns neue Wege im Verständnis der allerersten Fragen eröffnen. So enträtselt sich das Nichts allmählich durch jede Überlegung – aber bleibt unergründlich.






Anzeige