Warum ist mein Pferd unruhig beim Putzen und Satteln? Lösungen für eine entspannte Schulung

Was sind die Ursachen für Unruhe bei Pferden während der Pflege und wie kann man dem entgegenwirken?

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Wenn ein Pferd beim Putzen und Satteln unruhig ist dann steckt oft weiterhin dahinter. Die Ursachen sind vielfältig. Jedes Pferd hat eine eigene Persönlichkeit. Vor allem bei einem Pony ´ das zuvor als Schulpferd genutzt wurde ` können Veränderungen im Umfeld zu Verunsicherungen führen. Häufig sind ebenfalls neue Stallbedingungen – Boxenhaltung oder Offenstall – ein Grund für stressige Entwicklungen.

Das Pony meiner Freundin war früher ein Schulpferd. Auf dem Hof wo es stand, war es gewohnt, regelmäßig von den Weiden geholt zu werden. Dort verhielt es sich völlig ruhig fast wie eine Statue. Aber jetzt ´ bei meiner Freundin zu Hause ` zeigt es ein völlig anderes Verhalten. Es tanzt beim Anbinden unruhig herum. Ein Blick auf die Gründe ist unumgänglich. Die neue Umgebung kann für das Pony zunächst eine große Herausforderung darstellen. Ein Fluchttier muss sich erst orientieren.

Wichtig ist den Umgang mit dem Pferd zu verstehen. Hat sich das Pony schon daran gewöhnt, allein geputzt und gesattelt zu werden? Oder war da stets eine „Respektsperson“ in der Umgebung? Wenn das Pony zum ersten Mal ganz allein ist ist die Verunsicherung oft groß. Hier hilft es – das Tier in Ruhe an solche Situationen zu gewöhnen. Zunächst sollten die Pfleger gezielt an der Gelassenheit arbeiten. Dies ist wichtig für das Wohl des Tieres.

Beginnen kann man wie folgt: Das Pferd muss lernen: Dass ein bisschen Geschaukel Scharren oder Kopfschütteln keine Aufmerksamkeit nach sich zieht. Eine ruhige, gleichmäßige Art ist entscheidend. Bleiben Sie ruhig – obwohl das Pony unruhig reagiert. Bieten Sie keine Belohnungen oder Bestrafungen an. Stattdessen ist der Fokus auf das ruhige Arbeiten zu legen. Schwungvolle Striche beim Putzen sind ideal. Ein kurzer Moment der Ruhe – egal wie klein – sollte sofort gelobt werden. Das motiviert das Pony. In dieser Zeit sollte man auch nicht vergessen die Aktivitäten nicht zu stören. Der Gurt beim Satteln wird schrittweise angezogen. Nach jedem Loch sollte man sich einen Moment zurückziehen.

Zudem gibt es nützliche Tipps: Anbinden kann man in einer Höhe die zur Verwendung das Pony angenehm ist. Ideal ist die unterarmlange Anbindung. Ob man ein Hilfsmittel wie eine Gerte einsetzt hängt von den individuellen Präferenzen ab. Es gab auch Berichte von anderen Besitzern ´ die eine Bürste als Hilfsmittel nutzten ` um das Pferd auf sich aufmerksam zu machen. Auch das Üben der „Herdendynamik“ kann helfen dem Pony klarzumachen dass es nicht der Ranghöchste ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Dass Pferde viel Geduld brauchen. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier verbessert sich kontinuierlich, je mehr Vertrauen geschaffen wird. Die Voraussetzung für eine entspannte Beziehung ist Zeit – sowie für die Pflege als auch für das Üben. Die Unruhe beim Putzen oder Satteln wird nicht über Nacht verschwinden.

Letztendlich sollten die Pferdebesitzer stets daran denken: Das Pferd ist ein Fluchttier. Plötzliche Bewegungen oder Geräusche machen es nervös. Geben Sie dem Pony Zeit zu lernen. Geduld zahlt sich aus.

Also, viel Erfolg beim Training. Die Entwicklung zwischen Mensch und Pferd ist ein Prozess. Mit der richtigen methodischen Herangehensweise wird das Pony schließlich ruhiger. Verbinden Sie die Pflege mit positiven Erlebnissen und fördern Sie so das Vertrauen.៏






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