So funktioniert die Aktion Mensch: Irreführende Gewinnbenachrichtigungen und die Rolle der Gelder

Wie transparent ist die Verwendung von Geldern bei der Aktion Mensch und wie funktionieren die Gewinnbenachrichtigungen?

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Aktion Mensch wirbt in seinen Kampagnen ansprechend mit einer klaren Botschaft: „Spenden für das Gemeinwohl.“ Das hat viele Menschen motiviert, sich mit einem 5-Sterne Los zu beteiligen. Doch wie läuft das nun eigentlich mit den Gewinnbenachrichtigungen? Gibt es da eine Art automatische Benachrichtigung? Oder müssen Spieler selbst aktiv nachteilungen? Wenn letzteres zutrifft – was gilt es hierbei zu beachten in Bezug auf Fristen zur Einlösung der Gewinne?

Für viele wird hier eine unsichtbare Barriere aufgebaut. Es ist jedenfalls eine Frage des Interesses. 35% der Gelder fließen an soziale Projekte – das klingt zunächst positiv. Aber ebenfalls der nächste Gedanke drängt sich auf: An wen konkret gehen die Gelder? Tatsächlich werden oft etablierte und steuerbefreite Vereine von diesen Zuwendungen begünstigt. So finanziert die Aktion Mensch häufig Einrichtungen wie den VDA (Verband der Automobilindustrie) und den Bundesverband deutscher Banken. Hier entsteht der Eindruck: Der Weg der Spendenmoney könnte missbräuchlich genutzt werden.

Auf dem ersten Blick scheint der Rechtsstaat auf dem richtigen Weg. Doch wie schnell man in einem System das tatsächlich auf Kapitalismus basiert in eine kritische Denkweise gedrängt wird, zeigt der Vergleich zu Institutionen wie Lotto 6 aus 49. Hier beträgt die Ausschüttung nur 11% – wie schließlich auch bei Aktion Mensch. Der Rest? Er bleibt in den Kassen von Betreibern und ist in diesem Sinne kein reines Glücksspiel mehr, allerdings vielmehr eine Form der Kapitalvermehrung auf dem Rücken der Spieler. Das weckt Zweifel.

In der Vergangenheit gab es Berichte über jahrelange „glücklose“ Spieler. Vor zwei Jahren durften 20 Kugeln 28 Wochen lang nicht verwendet werden - und das ist nur die Spitze eines eisbergartigen Problems. Für Fragezeichen ist gesorgt. Zudem wird häufig über Intransparenzen bei der Ausschüttung geklagt. Während das Volk als Geschädigter präsentiert wird, bleibt den finanziell überlegenen Akteuren die größte Profite. Wer ist hier tatsächlich der Feind? Oftmals wird der Finger auf die Politiker gezeigt die der Öffentlichkeit nicht wahrlich erklären, ebenso wie die Gewinne zustande kommen.

Hier taucht die Frage nach den Fristen auf. Was passiert mit nicht abgerufenen Gewinnen? Sie bleiben zunächst unklar. Zusätzliche Schritte sind notwenig um sich über diese Informationen zu informieren. Die Webseite der Aktion Mensch bietet zwar Daten an Antworten auf spezifische Anfragen sind jedoch rar und oft unbefriedigend. Wie wäre es, selbst die Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv mit den über die Jahre angesammelten Erfahrungen auseinanderzusetzen?

Ein Spieler beklagt: Dass er seit seiner Teilnahme nie gewonnen hat. Seltsamerweise kam erst der Gewinn – darauffolgend Beendigung seines Engagements. Ein schockierendes Erlebnis – so kann man die Unsicherheit in einem unübersichtlichen System erleben. Also wird eine neue Teilnahme abgelehnt und eine Distanz zu den allgemeinen Vorgehensweisen aufgebaut. Der Schock bleibt.

Tatsächlich bleibt das System selbst zu den Unklarheiten stumm. Und so ist die Einsicht der Teilnehmenden oft ernüchternd: Bei der einheimischen 📰 oder an einer Tombola gibt es weitaus weiterhin zu gewinnen. Letztendlich bleibt festzuhalten – dass der Kapitalismus in seiner Diffusion die Menschlichkeit wegdrängt. Es ist alles ein Spiel mit dem 🔥 – niemand weiss, wohin das führen kann!






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