Hinterlüftung von Rigipswänden: Gefahren und Lösungen im Kampf gegen Schimmel

Wie kann Schimmelbildung bei Rigipswänden effektiv verhindert werden, nachdem ein Wasserschaden behoben wurde?

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Ein schleichendes Problem. Ein Wasserschaden wurde behoben und plötzlich taucht neuer Schimmel auf. Im Juni dieses Jahres ereignete sich in einem 40 Jahre alten Haus ein beträchtlicher Wasserschaden. Eine defekte Leitung verursachte Schwierigkeiten. Die Versicherung verwies auf die Firma Belfor für Leckortung, Trocknung und Renovierung. Ende September war schließlich alles abgeschlossen. Doch nur vier Wochen später war erneut Schimmel an derselben Stelle sichtbar. Dies wirft Fragen auf.

Der betroffene Raum liegt im unteren Bereich und ist ins Erdreich versetzt. Hier sind die Rigipsplatten an der Außenwand direkt mit Klebepunkten befestigt. Doch gibt es keine Zwischendämmung lediglich einen Hohlraum. Plötzlich zeigt die neue Rigipsplatte Anzeichen von Feuchtigkeit. Die Versicherung schickte einen Gutachter jedoch die Ergebnisse der Belfor-Mitarbeiter blieben unbefriedigend. Ein Bausachverständiger brachte dann weiterhin Licht ins Dunkel.

Seine Erkenntnis lautete: Kondenswasser bildet sich durch Temperaturunterschiede zwischen Rigips und Wand. Er empfahl Lüftungsgitter oben und unten in die Platten zu integrieren um eine Hinterlüftung zu erreichen. Dies führte zu neuer Verwirrung. Verständlicherweise liest man oft: Dass Hinterlüftung zusätzliche Probleme verursachen kann. Das eigene Haus hatte jahrelang ohne Komplikationen überstanden. Diese plötzlichen Feuchtigkeitsprobleme sind rätselhaft.

Um die Situation besser zu verstehen sollten wir uns mit den physikalischen Grundlagen befassen. Bei unzureichendem Trocknungsprozess kann sich innerhalb von nur vier Wochen Kondenswasser ansammeln. Feuchtigkeit dringt schnell ein. Der alte Rigips war ähnlich wie nass allerdings damals trat kein Schimmel auf. Warum nur das neue Stück betroffen ist, bleibt ein Rätsel.

Eine professionelle Trocknung ist essenziell. Fachfirmen sind auf solche Probleme spezialisiert. Die Gebäudeversicherung sollte hierfür aufkommen. Rigipswände an Außenwänden sind anfällig für Schimmel, besonders bei unzureichender Hinterlüftung. Diese Platten verhalten sich wie Innenisolierungen und verlagern den Taupunkt nach innen.

Die Feuchte eines Materials kann erhebliche Auswirkungen auf die Energy-Effizienz haben. Ein Beispiel: Der Ziegelstein hat ein Porenvolumen von über 20 Prozent. Dementsprechend kann eine Wand viel Wasser ansammeln. Typischerweise wird zuerst die Oberfläche getrocknet. Der Wandkern bleibt oft feucht. Nur wenn die Werte nach einigen Wochen erheblich schwanken kann von einer vollständigen Trocknung gesprochen werden.

Eine nasse Wand verliert drastisch an Dämmwert. Dies kann zur erneuten Bildung von Schimmel führen. Luftschichten in Außenwänden waren schon immer problematisch. Heizleisten gelten als eine innovative Lösung. Sie verhindern die Abkühlung und damit ebenfalls die Bildung von Kondenswasser auf der Oberfläche.

Die Verwendung von glaswollen Dämmung im Hohlraum ist ebenfalls eine Überlegung wert. Jedoch sind Feuchtigkeitsunterschiede innerhalb des Raumes nicht zu unterschätzen. Es ist entscheidend – diese zu beobachten. Wenn der Boden feucht ist; wird die Feuchtigkeit schnell in die Rigipsplatten hochgezogen. Dadurch wird das Problem noch verstärkt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Dass die richtige Trocknung und Dämmung von entscheidender Bedeutung sind. Auch die Isolierung gegen Feuchtigkeit von außen spielt eine wesentliche Rolle. Präventive Maßnahmen in Form von Heizleisten und gut überlegter Belüftung können letztlich helfen die Gesundheit des Wohnraums zu bewahren. Schimmelprävention braucht mehr als nur sofortige Maßnahmen – sie erfordert eine umfassende Strategie.






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