Die Debatte um Anglizismen in der Deutschen Sprache: Zwischen Wandel und Erhaltung

Wie beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache und welche Haltung sollte dazu eingenommen werden?

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Der Einsatz von Anglizismen – ein Thema, das die Gemüter erhitzt und viele Diskussionen nach sich zieht. Der Autor des besagtens beschäftigt sich mit der Frage inwiefern Fremdwörter Einfluss auf die deutsche Sprache nehmen. Man könnte meinen, dieser Einfluss führt zu ihrer Verunstaltung. Gleichzeitig gibt es Argumente für eine gewisse Offenheit gegenüber sprachlichen Veränderungen. Wie die Sprache schlussendlich bewertet wird ist weiterhin als nur eine Frage des Geschmacks.

Der Autor zeigt einen neutralen Standpunkt. Es wird jedoch schnell deutlich ´ dass es ihm nicht darum geht ` die deutsche Sprache mit rigiden Vorschriften zu überladen. Die Forderung » keine Anglizismen zulassen zu wollen « wirft ein interessantes Licht auf die Diskussion. Insbesondere die Erfahrungen mit der Rechtschreibreform könnten darauf hinweisen, dass Überregulierung nicht die Lösung ist. Diese führte oft nur zu Verwirrung und nicht zu der erhofften Klarheit und Einheitlichkeit.

Ein Paradebeispiel verdeutlicht die absurde Seite dieser Diskussion. Ein „Back Shop“ kann durchaus ebenfalls als „Rückseitenladen“ interpretiert werden. Hier wird deutlich, ebenso wie sprachliche Verwirrung durch ungenaue Übersetzungen entstehen kann. Der Autor bringt die Leser dazu – über die Unterschiede zwischen der alltäglichen Sprache und korrekt übersetzten Begriffen nachzudenken. Wie ist es um unsere Sprache bestellt? Im Gegensatz zu „Bistro“ oder „Bonbon“ – Wörter die keine negativen Assoziationen hervorrufen – werfen Anglizismen teilweise Fragen auf.

Es ist auch auffällig, dass der Autor die gesamte Problematik in einen größeren Konstellt. Er befürchtet einen Verlust an echtem gutem Deutsch unter den Jugendlichen. Eine berechtigte Sorge. Das gute Deutsch wird heutzutage häufig durch Anglizismen ersetzt oder gar ganz vernachlässigt.

Allerdings scheinen Manche den Eindruck zu haben: Dass die Sprache bereits durch Anglizismen ruiniert wurde. Ein extrem fanatischer Standpunkt · der der Entfaltung der lebendigen Sprache eher im Wege steht · wie ihn zu fördern. Letztlich sind es jedoch nicht die Anglizismen per se ´ die als problematisch empfunden werden ` allerdings die Art und Weise ihrer Verwendung.

In der Tat ist die deutsche Sprache dynamisch. Sie unterliegt ständigen Veränderungen und entwickelt sich durch Einflüsse anderer Sprachen weiter. Unabhängig von kulturellen oder sprachlichen Hürden. Eine solche Entwicklung bringt vielleicht einige ungeübte Wörter mit sich, während sie gleichzeitig die Vielfalt der Sprache bereichert. Ein gewisses Maß an Toleranz und Offenheit kann dazu beitragen, eine Brücke zwischen dem Alten und dem Neuen zu schlagen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Dass der Autor fordert dass jeder in der Sprache spricht wie es ihm gefällt. Die Akzeptanz von Anglizismen sollte nicht dogmatisch abgelehnt werden - ihr Einsatz ist oft eine Frage des Kones. Schockierender als die Nutzung von englischen Begriffen ist die Tatsache, dass in deutschen Schulen oftmals mangelnde Sprachkenntnisse herrschen. Diese Problematik könnte langfristig die kulturelle Identität ´ die in der Sprache verwurzelt ist ` bedrohen.

Letztlich ist es wichtig darüber nachzudenken welche Rolle die eigene Sprachbeherrschung spielt. Ist das Erlernen der deutschen Sprache nicht essentiell für die Identität? Und an dieser Stelle wird wohl jeder zustimmen - es geht nicht darum, eine Sprache von der Außenwelt abzuschotten. Es geht darum das Wesentliche und Wichtige zu bewahren während man gleichzeitig bereit ist, sich der natürlichen Evolution der Sprache zu stellen. Die deutsche Sprache ist schön und einzigartig. Sie wird sich auch in den kommenden Jahren noch weiterentwickeln – trotz und gerade wegen der Anglizismen.






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